Lausitzer Kraftwerkstechnik besitzt große Strahlkraft

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Mongolische Delegation in Cottbus: Interesse an Lausitzer Kraftwerkstechnik

Am Freitag, den 18. August 2017 haben sich mongolische Regierungsberater und Wirtschaftsvertreter bei Gesprächen in Cottbus ausgetauscht. Die mongolische Delegation informierte sich unter anderem zum aktuellen Stand der Forschung im Bereich Kraftwerkstechnik, zur Projektierung und Bauplanung von Kraftwerken und Kraftwerkskomponenten sowie zu weiteren Lausitzer Kompetenzen im Bergbau.

Die kleine Delegation nahm mehrere Stationen ins Visier: so wurde neben dem Lehrstuhl für Kraftwerkstechnik an der BTU Cottbus-Senftenberg, das Unternehmen ARCUS Planung + Beratung Bauplanungsgesellschaft mbH und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus besucht. Dabei wurden Möglichkeiten einer langfristigen Zusammenarbeit mit der Lausitzer Wirtschaft erschlossen. Die entstandenen Geschäftskontakte sollen vertieft werden.

"Die Lausitz verfügt über einschlägige Kompetenzen im Bereich des Bergbaus, der Kraftwerkstechnik und der erneuerbaren Energien. Diese besitzen große Strahlkraft - besonders für rohstoffreiche Länder wie die Mongolei. Wir unterstützen die Kontaktaufnahme von Wirtschaftsvertretern und Regierungsberatern mit Südbrandenburger Unternehmen und möchten somit helfen, ihre Geschäfte weiter zu internationalisieren und auszubauen", so Maik Bethke, stellv. Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus. "Darauf aufbauend hat die IHK Cottbus, zusammen mit dem zuständigen Referat Energie und Rohstoffe des Ministeriums für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg und der WFBB - Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg die Initiative MinGenTec - Mining & Generation Technology, eine Internationalisierungsinitiative für Bergbau- und Kraftwerkskompetenzen ins Leben gerufen."

Hintergrund

Die Mongolei ist reich an Bodenschätzen. Neben Kupfer, Erdöl, Eisenerz, Gold und anderen Rohstoffen wird vor allem auch Kohle abgebaut und in großen Mengen exportiert. Die nachgewiesenen Kohlevorkommen der Mongolei betrugen laut dem Bergbauministerium der Mongolei im Jahr 2013 mehr als 175 Milliarden Tonnen. Der Bergbau ist das Rückgrat der mongolischen Wirtschaft. Er trug im Jahr 2014 mit 22,4% zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Laut Internationalem Währungsfonds verfügt die Mongolei über Bodenschätze im Wert von 1.000 Mrd. bis 3.000 Mrd. US$. Allerdings leidet die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors unter schwacher Infrastruktur und geringer Produktivität. Die Mongolei sucht auf Grund der in den vergangenen Jahren stark gesunkenen Rohstoffpreise, mangelnder Transportinfrastruktur und ökologischen Vorbehalten in vielen Ländern nach neuen Nutzungsformen für die Kohle.

Autor und Kontakt

IHK Cottbus
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IHK Cottbus im Branchenbuch Lausitz.