Wirtschaftswachstum in Brandenburg regional sehr unterschiedlich

Die Wirtschaft in Brandenburg wächst regional sehr unterschiedlich

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) entwickelte sich nach den neuesten Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg nicht überall gleich gut. Die Statistiker berechneten das durchschnittliche jährliche Wirtschaftswachstum in den vier aktuellsten verfügbaren Jahren. Von 2012 bis 2015 verzeichneten PotsdamMittelmark mit 6,5 Prozent und Teltow-Fläming mit 6,2 Prozent Spitzenwerte.

Dagegen nahm die Wirtschaftsleistung in Spree-Neiße im Durchschnitt um 1,1 Prozent jährlich ab.

Durchschnittliche Veränderungsrate des BIP in jeweiligen Preisen und der Produktivität der Erwerbstätigen 2012-2015

Veränderungsrate des BIP in jeweiligen Preisen und der Produktivität

Das BIP in jeweiligen Preisen stieg von 2012 bis 2015 in den kreisfreien Städten um 3,3 Prozent pro Jahr an. In den Landkreisen nahm es um 4,2 Prozent zu. In 11 der 18 Kreise trug das Produzierende Gewerbe überdurchschnittlich zum Wachstum bei: Mit 0,8 Prozent pro Jahr legte es in den kreisfreien Städten nur wenig zu. In den Landkreisen wuchs es um 3,7 Prozent.

In zwölf Kreisen übertraf der Bereich "Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation" das Durchschnittswachstum aller Wirtschaftsbereiche. Er legte in den kreisfreien Städten um 4,1 Prozent und in den Landkreisen um 5,5 Prozent pro Jahr zu.

Der Bereich "Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit" trug in elf Kreisen überdurchschnittlich zum Wachstum bei. Er wuchs um 3,1 Prozent in den kreisfreien Städten und um 4,4 Prozent in den Landkreisen.

In zehn Kreisen lag die Wachstumsrate des Bereiches "Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen" über dem Durchschnitt. Er wuchs in Stadt und Land gleichermaßen um 4,6 Prozent pro Jahr. Die Arbeitsproduktivität, also das je Erwerbstätigen erwirtschaftete BIP, stieg im Zeitraum 2012 bis 2015 in den Landkreisen um 4,0 Prozent jährlich und in den kreisfreien Städten um 4,3 Prozent. An der Spitze der Produktivitätsentwicklung steht die Uckermark mit 6,5 Prozent pro Jahr. Die stärkste Entwicklung in einer kreisfreien Stadt vollzog sich in Potsdam mit 5,0 Prozent. Im Landkreis Spree-Neiße sank die Produktivität um 0,3 Prozent jährlich. Die geringste Entwicklung in einer kreisfreien Stadt wies Brandenburg an der Havel mit 3,2 Prozent auf.

Eine Preisbereinigung auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte ist nicht möglich. Als Anhaltspunkt kann das Land insgesamt dienen: Die durchschnittliche Inflation der Erzeugerpreise im Land Brandenburg lag im gleichen Zeitraum bei 1,9 Prozent im Jahr.

Die Ergebnisse der Landkreise und kreisfreien Städte beruhen auf dem Landesergebnis Brandenburg, das zum Berechnungsstand November 2016 am 30. März 2017 veröffentlicht wurde. Mit dieser Veröffentlichung liegen erstmals für die Landkreise und kreisfreien Städte Brandenburgs Ergebnisse für 2015 und turnusgemäß überarbeitete Ergebnisse für 2012 bis 2014 vor. Detaillierte Zahlen zum BIP in den Landkreisen und kreisfreien Städten Brandenburgs finden Sie auf: www.statistik-berlin-brandenburg.de.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg