Standortsicherheit für Bombardierwerk Görlitz

Bombardierwerk in Görlitz

Unionspolitiker begrüßen Standortsicherheit für das Bombardierwerk in Görlitz, mahnen jedoch den geplanten Stellenabbau an

Wie der kanadische Waggonbauer Bombardier gestern bekannt gab, soll der Standort Görlitz auch zukünftig erhalten bleiben. Jedoch plant der Konzern einen Stellenabbau bis 2020 von 2.200 seiner 8.500 Arbeitsplätze in den deutschen Produktionsstätten. Am meisten soll nach aktuellen Plänen unter anderem das Werk in Görlitz davon betroffen sein.

"Es ist eine gute Nachricht, dass der Bombardierstandort in Görlitz erhalten bleibt. Jetzt müssen alle Kräfte dahingehend gebündelt werden, dass der Stellenabbau nicht in dem angekündigten Maße stattfindet. Die gravierenden Managementfehler aus der Vergangenheit dürfen nicht auf dem Rücken der Beschäftigten und unserer Region korrigiert werden." so der CDU Kreisvorsitzende, Octavian Ursu MdL zur den aktuellen Entscheidungen.

Auch Michael Kretschmer sagt: "Unsere Görlitzer Waggonbauer haben ihre ganze Kraft in den Fortbestand des Werkes investiert und bringen mit ihrem Know-How die besten Voraussetzungen dafür mit. Das muss der Konzern erkennen und wertschätzen."

Die beiden CDU-Politiker hatten gemeinsam mit Ministerpräsident Tillich bereits im April das Gespräch mit dem Betriebsrat des Görlitzer Standortes gesucht und werden sich auch in Zukunft für den Erhalt der Arbeitsplätze in Görlitz einsetzen.

Hintergrund

1998 kaufte der kanadische Mischkonzern Bombardier die Waggonbauwerke in Görlitz und Bautzen. Nach weiteren Zukäufen wurde Bombardier um die Jahrtausendwende zum Weltmarktführer im Waggonbau. Aufgrund von Überkapazitäten fährt das Unternehmen jedoch seit über zehn Jahren einen Sparkurs, in dessen Zuge unter anderem das Werk in Niesky wieder aus dem Konzern gelöst wurde. Mit dem geplanten Stellenabbau will der Konzern jedoch an allen bestehenden deutschen Standorten festhalten.

Quelle: Abgeordneten-Wahlkreisbüro Görlitz