Regionales Investitionskonzept Lausitz

BMWI

Weichenstellung für den Strukturwandel - Regionales Investitionskonzept (RIK) wird vom BMWi gefördert

Ergänzend zum GRW-Projekt "Entwicklung neuer Perspektiven für eine länderübergreifende Regionalentwicklung in der Lausitz" und der umfassenden Leitbildentwicklung hat die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH eine weitere Zuwendung des BMWi zur Erstellung eines Regionalen Investitionskonzeptes (RIK) beantragt und erhalten. Dies ist Voraussetzung für eine Förderung des Modellvorhabens über 7,2 Mio. €. Das Projektmanagement wird innerhalb der vorerst vierjährigen Umsetzungsphase durch die dann in Wirtschaftsregion Lausitz GmbH umfirmierte Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH übernommen.

Bis Ende September diesen Jahres unterstützt das BMWi die konzeptionelle Phase im Rahmen des Förderprogramm "Unternehmen Revier - Ideenwettbewerb zur Abfederung des Strukturwandels in den deutschen Braunkohleregionen".

Norman Müller, Geschäftsführer der Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH: "Durch den systematischen Ansatz und der Einbeziehung einer breiten Akteursbasis soll sichergestellt werden, dass ein nachhaltiger Prozess befördert wird, um auf die vielschichtigen Herausforderungen der Region proaktiv zu reagieren." Über diesen Weg sollen konkrete Leitprojekte definiert werden, die regionale und überregionale Kompetenzen nachhaltig in der Lausitz verankern. Übergeordnetes Ziel ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie Steigerung der Attraktivität der regionalen Wirtschaftsstruktur für Unternehmen und Investoren.

"Mit der Fortführung des Zukunftsdialogs stellen wir nun die Weichen für die länderübergreifende Strukturentwicklung in der Lausitz", so Norman Müller. "Dies ist bereits der dritte große Pflock der im Rahmen des künftigen Aufstellungsprozesses eingeschlagen wurde. Das Bundeswirtschaftsministerium hat mit der Zuwendung einen weiteren maßgeblichen regionalen Ansatz mit erheblichen finanziellen Mitteln befördert. Mit der Umfirmierung zur Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, einer brandenburgisch-sächsischen Gesellschaft, liegt uns damit bereits ein Roter Faden für den Prozess der Initiierung und Umsetzung von strukturbestimmenden Projekten vor.".

Ausgangspunkt ist zudem die Frage, welche Zukunftsfelder in der Wirtschaftsregion Lausitz besonders geeignet sind, um auch zukünftig Innovationen und damit Wachstum und Beschäftigung hervorzubringen. Gerade durch den energiewendebedingten Strukturwandel, die Digitalisierung und der demografischen Entwicklung verändern sich die Rahmenbedingungen in der Region stark. Eine Auseinandersetzung mit den eigenen spezifischen Kompetenzen und deren Zukunftsfähigkeit soll über Beteiligungsprozesse die regionalen Potenziale stärker für die Strukturentwicklung nutzen.

Die Begleitung der Vorbereitungs-, Analyse-, Bewertungs- und Dialogphase sowie die Aufbereitung und Überführung in das regionale Investitionskonzept Lausitz wird durch ein externes Institut erfolgen. In den nächsten drei Wochen läuft dazu die Ausschreibung.

Hintergrund Zukunftsdialog

In 2012/2013 startete der Zukunftsdialog mit der Erarbeitung der Kompetenzfeldanalyse Energieregion Lausitz. Die Studie zeigt branchen- und technologiebasierte Stärkefelder der Region. Aus diesen heraus wurden relevante Leitthemen identifiziert und erste Maßnahmen abgeleitet.

Hintergrund Wirtschaftsregion Lausitz

Die Energieregion Lausitz-Spreewald GmbH wird sich mit der Erweiterung des Gesellschafterkreises sächsisch-brandenburgisch aufstellen. Die Bundesprogramme der GRW-Experimentierklausel i.H.v. 7,3 Mio. € und des Förderprogramms "Unternehmen Revier - Ideenwettbewerb zur Abfederung des Strukturwandels in den deutschen Braunkohleregionen" in vergleichbarer Höhe werden in den nächsten vier Jahren die Grundlage für die Strukturentwicklung mit konkreten Projekten bilden.

Quelle: Pressmitteilung der ELS GmbH