Öko-Landkreis Dahme-Spreewald

Hülsenfrüchte

Dahme-Spreewald ist "Öko-Landkreis" im Land Brandenburg

Im Jahr 2016 wirtschafteten in Brandenburg 666 Betriebe nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus. Dies waren 12,5 Prozent der 5 318 im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2016 befragten Betriebe. Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden nur im Jahr 2010 mehr Betriebe ermittelt, die gemäß der EU-Öko-Verordnung arbeiteten. Damals waren es 690 Landwirtschaftsbetriebe, drei Jahre später 650. Im Durchschnitt lag die Flächenausstattung der Öko-Betriebe im Jahr 2016 bei 207 Hektar, während die der konventionell arbeitenden Betriebe 247 Hektar betrug.

Die Öko-Betriebe verfügten über eine Fläche von 137 600 Hektar. Bezogen auf die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) entspricht dies einem Anteil von 10,5 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2013 blieb die ökologisch bewirtschaftete Fläche nahezu unverändert.

Mehr als 60 Prozent der Brandenburger Öko-LF sind dem Ackerland zuzurechnen. Auf der Hälfte des Ackerlandes wuchs Getreide, ein Drittel war vor allem Pflanzen für die Futtergewinnung vorbehalten. Auf mehr als 9 Prozent des Ackerlandes reiften Hülsenfrüchte wie Erbsen und Lupinen, die zusätzlich auch eine bodenverbessernde Wirkung aufweisen.

Regional gesehen besaß der ökologische Landbau im Landkreis Dahme-Spreewald die größte Bedeutung. In diesem Kreis wurden von fast 21 Prozent der ansässigen Landwirtschaftsbetriebe fast ein Drittel der LF ökologisch bewirtschaftet. Ganz anders sah es in Elbe-Elster aus. Hier bearbeiteten gut 5 Prozent der Betriebe rund 3 Prozent der im Kreis vorhandenen LF ökologisch.

72 Prozent der Öko-Betriebe befassten sich mit der Haltung von Tieren. In diesen Betrieben standen 57 600 Rinder, 14 000 Schafe, 8 400 Schweine sowie 411 800 Hühner. Somit wurden fast 11 Prozent der Rinder, 17 Prozent der Schafe, 1 Prozent der Schweine und 5 Prozent der Hühner ökologisch gehalten.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg