Linde-Luftzerlegungsanlage bei Arcelor Mittal Eisenüttenstadt eingeweiht

Veröffentlicht: Donnerstag, 22. Juni 2017, 13:45 Uhr

Standort Eisenhüttenstadt von Arcelor Mittal

Einweihung der Linde-Luftzerlegungsanlage am Standort Eisenhüttenstadt von Arcelor Mittal

Gerber: Landesregierung steht an der Seite der Stahlindustrie

Die Linde AG hat heute ihre neue Luftzerlegungsanlage am Standort von Arcelor Mittal eingeweiht. Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber hat die hocheffiziente Anlage als "regelrechtes Wunderwerk" bezeichnet, mit dem am Industriestandort Eisenhüttenstadt ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt wird. Denn: sie versorgt das Stahlwerk mit wichtigem Sauerstoff und Stickstoff, stellt Flüssigprodukte für den regionalen Gasmarkt bereit und kann auch medizinische Gase und Lebensmittelgase herstellen. Linde und das Stahlwerk Eisenhüttenstadt pflegen seit mehr als 30 Jahren eine Industriepartnerschaft. "Diese Beständigkeit ist ein starkes Signal für die Region", betonte Gerber.

"Branchen wie die Stahlindustrie gehören zu den Grundpfeilern der deutschen Wirtschaft", so der Minister weiter. Alleine in Eisenhüttenstadt sind 2500 Stahlwerkerinnen und Stahlwerker beschäftigt. Bundesweit sind es rund 86.000. Deshalb beobachte er die Entwicklungen in der deutschen und europäischen Klimapolitik mit umso größerer Sorge, sagte Gerber. Hintergrund: In diesen Tagen wird in Brüssel über die Reform des Emissionsrechtehandels verhandelt. "Wenn es bei den bisherigen Plänen bleibt, wäre das Gift für die Stahlindustrie. Klimaschutz ist wichtig, darf aber nicht Deindustrialisierung bedeuten. Wir als Landesregierung haben unsere Haltung im Vorfeld sehr deutlich gemacht. Die wichtige Stahlbranche braucht Rahmenbedingungen, um in unserem Land wettbewerbsfähig produzieren zu können", betonte Gerber.

Die Landesregierung werde weiterhin an der Seite der Stahlindustrie stehen - auch was die Senkung der Energiekosten anbetrifft. "Unsere Brandenburger Industrie muss besonders hohe Netzentgelte zahlen, nur weil wir Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind. Das darf nicht sein. Die Kosten für den Netzausbau müssen bundesweit gerecht verteilt werden. Das hat uns der Bund fest zugesichert, da werden wir nicht locker lassen", unterstrich Minister Gerber.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg