Bosch baut Halbleiterfabrik in Dresden

Veröffentlicht: Montag, 19. Juni 2017, 10:30 Uhr

Robert Bosch GmbH

Statements von Wirtschaftsminister Martin Dulig und der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH zur Ansiedlung der Robert Bosch GmbH

Die Robert Bosch GmbH hat heute angekündigt, in Dresden eine Halbleiterfabrik zu errichten. Dazu Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Die Entwicklung und Fertigung von Produkten für das Internet der Dinge und Industrie 4.0 gehören aktuell den wichtigsten Themen in der Mikroelektronikbranche. Dass Bosch den ohnehin schon bedeutendsten europäischen Mikroelektronikstandort mit seiner Ansiedlung bereichert, ist eine wunderbare Nachricht für ganz Sachsen und für die gesamte deutsche Wirtschaft. Allen im Hintergrund beteiligten Akteuren dafür vielen Dank. Für Deutschland und Europa ist dieser Schritt enorm wichtig zum Ausbau und zur Sicherung unserer Kompetenzen in dieser für nahezu alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche wichtigen Schlüsseltechnologie."

Begleitet wurde die Ansiedlung unter anderem von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS). Dazu WFS-Geschäftsführer Peter Nothnagel: "Die Ansiedlung stärkt Dresden als Zentrum des größten europäischen Mikroelektronik-Clusters. Bezeichnend ist, dass sich 'Silicon Saxony' gegenüber verschiedenen Standorten weltweit durchgesetzt hat. Das spricht für unsere hervorragende Fachkräfteausbildung und -verfügbarkeit, unsere exzellente Wissenschaftsstruktur und die vorhandene Zulieferer- und Dienstleisterbasis. Nach der Entscheidung von Globalfoundries zur Entwicklung der 12 nm FD-SOI Technologie in Dresden, dem Investitionsprogramm ‚Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland‘ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Auszeichnung als Smart Systems Hub Deutschland ist das in kurzer Zeit eine weitere positive Nachricht für den Standort Sachsen. Und ich bin mir sicher, dass die Standortwahl von Bosch Zulieferern in der Region neue, perspektivische Wachstumsimpulse liefern wird."

"Silicon Saxony" ist Europas größter Mikroelektronik-Cluster und der fünftgrößte weltweit. Jeder zweite in Europa produzierte Chip trägt den Aufdruck "Made in Saxony". Global Player, wie Infineon Technologies, die Siltronic AG und Globalfoundries bauen ihre sächsischen Standorte zu den modernsten Produktionsstätten der Welt aus. Rund 2.300 Unternehmen mit insgesamt 60.000 Mitarbeitern sind in Sachsen auf allen Stufen der IKT-Wertschöpfungskette aktiv: Sie entwickeln, fertigen und vermarkten integrierte Schaltkreise oder dienen der Chipindustrie als Material- und Equipmentlieferanten, produzieren und vertreiben elektronische Produkte und Systeme auf der Basis integrierter Schaltungen oder entwickeln und vermarkten Software.

Quelle: WFS - Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH