Baufortschritt am Wehr Hartmannsdorf bei Lübben

Baufortschritt am Wehr Hartmannsdorf

Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger besucht Baustelle am Hartmannsdorfer Wehr

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger besuchte die Baustelle am Hartmannsdorfer Wehr, um sich persönlich über den Baufortschritt zu informieren. Die neue Anlage mit Kahnschleuse, Fischaufstieg und einer Überquerung für Fußgänger und Radfahrer wird das 1938 in Betrieb genommene Wehr, das aufgrund erheblicher Schäden nicht mehr betriebssicher war, ersetzen.

Derzeit schlitzen Bautaucher die Stahlbetonsohle der alten Wehranlage, um die im Mai zunächst bis zur Sohle der Anlage errichtete Spundwand zum Halten des Wassers für den 1. Bauabschnitt fertig zu stellen und damit die Baugrube zu schließen.

Das Hartmannsdorfer Wehr hat eine wichtige Funktion für die Steuerung der Wasserstände in den Spreearmen innerhalb des Stadtgebiets von Lübben, im Stadtteil Hartmannsdorf sowie in der Teichgruppe II rechtseitig der Spree und dient der Hochwasserableitung. Darüber hinaus wird nun mit dem Einbau einer Fischaufstiegsanlage mit 12 Becken begonnen, um die ökologische Durchgängigkeit zu gewährleisten. Auch Fußgänger und Radfahrer werden am Wehr den Fluß überqueren können.

Nach dem Baubeginn im November 2016 wurde zunächst eine temporäre Schleuse zur Aufrechterhaltung der Schiffbarkeit der Spree errichtet und im April 2017 in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde durch Instandsetzung des alten mittleren Wehrschützes für die Ableitung von eventuellen Hochwassern während der Bauzeit Sorge getragen. Ungewöhnlich war die sehr detaillierte Dokumentation des alten Wehrbauwerks. Das unter Denkmalschutz stehende alte Bauwerk soll nun als 3D-Modell wiedererstehen.

Das Bauvorhaben wird vom Wasser- und Bodenverband Nördlicher Spreewald im Auftrag des Landes durchgeführt. Fertig gestellt werden soll der rund 11 Millionen Euro teure Neubau im April 2019. Finanziert wird er mit rund 6,6 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, 4,4 Millionen Euro investiert das Landes Brandenburg.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg