Modernes Lehrgebäude in historischem Gewand für Hochschule Zittau/Görlitz

Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland übergab in Zittau die Schlüssel für das fertiggestellte Haus Z I der Hochschule Zittau/Görlitz an den Abteilungsleiter im Wissenschaftsministerium Dr. Ronald Werner. Dieser reichte den Schlüssel sogleich weiter an den Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz Prof. Dr. phil. Friedrich Albrecht.

Finanzminister Prof. Dr. Georg Unland: "Höhere Bildung ist einer der wichtigsten Standortvorteile Sachsens. Dazu gehört auch eine angemessene bauliche Unterbringung der Hochschulen im Land. Mit der heutigen Übergabe erhält die Hochschule Zittau/Görlitz am Standort Zittau ein modernes Lehr- und Verwaltungsgebäude in einem historischen Gewand." Staatsminister Prof. Dr. Unland ergänzte: "Mich freut besonders, dass es gelungen ist, die vorhandene denkmalgeschützte Bausubstanz zu erhalten und mit einem Neubau harmonisch zu einem Ensemble zu vereinen. Das Gebäudeensemble erinnert damit auch an die mehr als 180jährige Geschichte des Hochschulstandortes Zittau."

Das Bauvorhaben umfasste die denkmalschutzgerechte Sanierung des Gebäudebestandes entlang der Hochwaldstraße, den Abriss des alten Laborsaales mit anschließender Errichtung eines Ersatzneubaues sowie den Abriss des nicht mehr benötigten Hauses Z III.

Der vorhandene denkmalgeschützte Gebäudebestand besteht aus mehreren Gebäudeteilen, die im Verlauf mehrerer Jahrzehnte entstanden: den um 1898 als "höhere Webschule" errichteten sog. Altbau, den 1951 als Erweiterungsbau für die Ingenieurschule für Energietechnik errichteten sog. Mittelbau sowie einen im Jahr 1961 ergänzten weiteren Anbau (sog. Altneubau).

Die denkmalschutzgerechte Sanierung der Bestandsgebäude umfasste die Wiederherstellung aller Fassaden und der Treppenhäuser in Alt-, Mittel- und Altneubau z.T. auf Grundlage restauratorischer Befunde. Weiterhin wurden die originalen Kastenfenster im Altbau als Holzfenster mit Isolierverglasung und außenliegendem Sonnenschutz denkmalgerecht nachgebaut.

Der als Ersatz für den abgebrochenen Laborsaal errichtete Neubau lehnt sich gestalterisch an den Bestand an.

Der Gebäudekomplex entsprach nicht mehr den Anforderungen an Sicherheit und Brandschutz und wurde deshalb umfassend erneuert. In diesem Zuge erfolgte auch eine barrierefreie Erschließung des Gebäudes. Um die vorhanden Gebäudeteile sowie den Ersatzneubau stimmig zu einem Ensemble zu vereinigen, erhielt das Gebäude an der Schnittstelle zwischen Altbau und Ersatzneubau ein neues zweigeschossiges Foyer, welches als zentraler und barrierefreier Verteiler in die einzelnen Bereiche fungiert.

Die Baumaßnahme erfolgte in mehreren Bauabschnitten: Im ersten Bauabschnitt von April 2013 bis August 2015 erfolgten die Sanierung von Altbau und Mittelbau und die Errichtung des Ersatzneubaues. Im zweiten Bauabschnitt von September 2015 bis Mai 2017 wurde der Altneubau saniert und wurden die Außenanlagen fertiggestellt. Ein dritter Bauabschnitt folgt von September bis November 2017 und umfasst den Abriss des nicht länger benötigten Hauses Z III der Hochschule Zittau/Görlitz.

Der Gebäudekomplex bietet seinen Nutzern insgesamt ca. 6000 m² Nutzfläche, auf denen Teile der Fachbereiche Elektro- und Informationstechnologie, Wirtschaftswissenschaften, die Hochschulverwaltung mitsamt Werkstätten und Lager, die Druckerei des Rechenzentrums sowie das Rektorat der Hochschule Zittau/Görlitz untergebracht werden. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 18,4 Millionen Euro.

Die Baumaßnahme wird finanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts.

Quelle: SMF - Sächsisches Staatsministerium der Finanzen