7. Lausitzer Klima- und Energiecamp erfolgreich beendet

Veröffentlicht: Montag, 29. Mai 2017, 11:26 Uhr

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Cottbus - Nach einer siebentägigen Radtour durch die Lausitz endete am Sonntag, den 28. Mai, das 7. Lausitzer Klima- und Energiecamp in Cottbus. In diesem Jahr haben die Klimaaktivist*innen verschiedene Orte in der Lausitz mit dem Fahrrad besucht und dabei auf die vielfältigen Probleme der Braunkohleverstromung aufmerksam gemacht. Außerdem sorgten verschiedene Abendveranstaltungen für neue Denkanstöße. An der Radtour nahmen insgesamt rund 100 Klimaaktivist*innen aus ganz Deutschland und mehreren europäischen Nachbarländern teil.

"Das Themenspektrum des diesjährigen Lausitzcamps reichte von Kapitalismuskritik und Postwachstum, über erneuerbare Energien bis hin zu Tagebaufolgen wie der braunen Spree. Wir freuen uns, in allen Orten, an denen wir Station gemacht haben, so freundlich empfangen worden zu sein. Das Format einer Radtour durch die Region hat sich für uns sehr bewährt", erklärt Josephine Lauterbach aus dem Organisationsteam des Camps.

Höhepunkt des Camps bildeten die beiden Protestaktionen zu Beginn und zum Abschluss der Tour. Dabei forderten die Klimaaktivist*innen die LEAG wie auch die politischen Entscheidungsträger in Brandenburg und Sachsen dazu auf, keine neuen Tagebaue in der Lausitz aufzuschließen und sich klar zum Kohleausstieg zu bekennen. "Es ist erschreckend, dass die Ministerpräsidenten Dietmar Woidke und Stanislaw Tillich ihrem Wahlvolk gegenüber suggerieren, es gebe keine Notwendigkeit, aus der Kohle auszusteigen. Dabei ist längst klar, dass der Kohleausstieg jetzt eingeleitet werden muss, um unsere nationalen und internationalen Klimaschutzziele zu erreichen", so Lauterbach.

Für die Zukunft ist klar: Solange keine Entscheidung gegen den Aufschluss von Welzow-Süd II gefallen ist, wird das Lausitzer Klima- und Energiecamp auch weiterhin in der Region aktiv sein, um den Widerstand gegen neue Tagebaue zu unterstützen.

Quelle: Lausitzer Klima- und Energiecamp