Sonntagsöffnung in Brandenburg aufs Neue hinterfragt

Sonntagsöffnung in Brandenburg

Klage gegen Verordnung zu Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen

Die von der Gewerkschaft ver.di aktuell angestrengte Klage gegen die Potsdamer Verordnung zu Ladenöffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen stellt nach Ansicht der die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus einen gerade gefundenen Kompromiss zur Disposition.

"Mit den ständigen Angriffen auf die jahrhundertealte Tradition, in Städten ein Fest zu feiern und dabei auch Handel zu treiben, verlieren die Akteure vor Ort jede Motivation, sich für die Lebendigkeit ihrer Städte und Dörfer einzusetzen", erklärt Sylke Schulz-Apelt, Vorsitzende des Handelsausschusses der IHK Cottbus.

Für Händler und Kommunen droht die Rechtssicherheit wieder in Frage zu stehen - nicht nur in Potsdam, sondern in ganz Brandenburg. Dabei wurde das novellierte Brandenburgische Ladenöffnungsgesetz nach langer gesellschaftlicher Debatte erst im April 2017 verabschiedet. Darin wurden nicht mehr verkaufsoffene Sonntage beschlossen, sondern nur ein flexiblerer Umgang damit.

"Auch auf das Gesamtinteresse der Handelsbranche wird bei einer erneuten Klage keine Rücksicht genommen. Alle Daten belegen, dass der stationäre Handel durch den Wandel des Kundenverhaltens und mit den Herausforderungen der Digitalisierung unter enormen Druck steht", so Schulz-Apelt.

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