Appell an Kohlegegner

Appell an Kohlegegner

LEAG informiert Teilnehmer des Lausitzcamps über Risikobereiche - Sicherheit muss höchste Priorität haben

Zum Auftakt des diesjährigen Klima- und Energiecamps, das vom 21. bis 28. Mai erstmals als Radtour an verschiedenen Orten im Lausitzer Revier stattfinden soll, haben die Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG) an das Verantwortungsbewusstsein der Organisatoren und Teilnehmer appelliert. Im Zusammenhang mit den geplanten Veranstaltungen und Aktionen des Camps müsse Sicherheit oberste Priorität haben, damit weder LEAG-Mitarbeiter noch Teilnehmer und Besucher des kohlekritischen Zeltlagers oder andere Beteiligte zu Schaden kommen. Die LEAG-Unternehmen wiesen dabei ausdrücklich darauf hin, dass das Betreten ihres Betriebsgeländes durch Betriebsfremde aus Sicherheitsgründen untersagt ist und rechtliche Konsequenzen nach sich zieht.

"Tagebaue und Kraftwerke sind versorgungswichtige Produktionsanlagen, deren Störung nicht nur Schaden für den Betreiber, sondern für Verbraucher in ganz Deutschland verursachen kann. Wir möchten, dass die Teilnehmer und Besucher des Lausitzcamps die deutlich gekennzeichneten Grenzen unseres Betriebsgeländes respektieren und sich nicht durch zu große Nähe zu den Betriebsanlagen und Maschinen selbst in Gefahr bringen", erklärt Uwe Grosser, Vorstand Bergbau der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG. Darum sei den Organisatoren des Lausitzcamps ein Infoblatt mit Sicherheitshinweisen übermittelt worden.

Der Appell des Bergbauunternehmens hat einen ernsten Hintergrund: Im vergangenen Jahr waren, unterstützt vom Lausitzer Klima- und Energiecamp, Kohlegegner in den Tagebau Welzow-Süd eingedrungen. Sie hatten über mehrere Tage Fördergeräte, Band- und Gleisanlagen besetzt, um so die Kohle-Versorgung für das Kraftwerk Schwarze Pumpe abzuschneiden und es zum Stillstand zu zwingen. Als ihnen das nicht gelang, stürmte ein Teil von ihnen gewaltsam das Kraftwerksgelände. Dieser Angriff hatte erst durch das Eingreifen der Polizei beendet werden können.

Das Infoblatt der LEAG an die Lausitz-Teilnehmer weist deutlich auf die Risiken solcher Besetzungsaktionen in der Lausitz hin. "Im Lausitzer Revier werden Kohlezüge nicht nur gezogen, sondern auch geschoben", erklärt Uwe Grosser. "Das heißt, dass der Triebwagenführer in einem solchen Fall die vor sich liegende Strecke nur bedingt einsehen kann. Zudem ist ein kurzfristiges Reagieren des Lokführers aufgrund langer Bremswege schwierig." Eine weitere Gefahrenquelle sei die hohe elektrische Spannung der Fahrleitungsanlage. Auch an den bergbaulichen Anlagen im Tagebau gebe es zahlreiche stromführende und sich bewegende Maschinenteile, die für uneingeweihte Betriebsfremde zur Gefahr werden können.

Heimische Braunkohle sichert die tägliche Stromversorgung für Millionen von Haushalten, Industrie und Gewerbe. Jede zehnte Kilowattstunde Strom, die in Deutschland verbraucht wird, stammt aus einem der LEAG-Braunkohlenkraftwerke im Lausitzer Revier und in Mitteldeutschland. Gleichzeitig ebnen diese Anlagen durch ihre flexible Fahrweise den erneuerbaren Energien den Weg durchs Netz, indem sie die eigene Produktion je nach Bedarf hochfahren oder drosseln und so das schwankende Angebot von Wind- und Sonnenstrom ausgleichen. Derzeit sind etwa 8.000 Menschen direkt bei der LEAG in Brandenburg und Sachsen beschäftigt, darunter 600 Auszubildende. Nimmt man die indirekten Effekte dazu, sind weitere etwa 16.000 Jobs von der Lausitzer Braunkohle abhängig.

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LEAG Energieunternehmen
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LEAG Energieunternehmen im Branchenbuch Lausitz.