14. Neiße Filmfestival eröffnet

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14. grenzüberschreitendes Neiße Filmfestival wird in Zittau eröffnet

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Programm mit gesellschaftspolitischer Tragweite"

In Zittau wird heute das 14. Neiße Filmfestival eröffnet. Das Festival, das 2004 mit fünf Spielstätten begann, findet in diesem Jahr an 22 Spielstätten in zwölf Orten in Tschechien, Polen und Deutschland statt und hat brisante Filmthemen mit politscher Aktualität im Programm. Der diesjährige Festival-Fokus "Die Macht des Glaubens" beleuchtet den Einfluss der Religion auf die Gesellschaften in Osteuropa. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Die gesellschaftspolitische Bedeutung des Neiße Filmfestivals wächst in dem Maß, in dem an manchen Orten die demokratischen Freiheitsrechte eingeschränkt werden. Daher freue ich mich, dass am Freitag bei der Reihe "Polski Blues" zwei polnische Regisseure im Kronenkino Zittau anwesend sein werden und über die aktuelle politische Situation in unserem Nachbarland informieren. Das Neiße Filmfestival ist gelebtes Europa - Menschen und ihre Lebensgeschichten begegnen sich und lernen sich besser kennen. Das ist es, was Europa heute stärker denn je braucht." Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt das Neiße Filmfestival seit 2015 im Rahmen der institutionellen Filmförderung, die 2017 in Sachsen auf 1,6 Millionen Euro erhöht wurde. Zusätzlich stellt das Ministerium Mittel für die barrierefreie Gestaltung des Filmangebots zur Verfügung. Dazu gehören Rollstuhlrampen im Innen - und Außenbereich des Kunstbauerkinos in Großhennersdorf, die barrierefreie Gestaltung von Aufzug, Toiletten und Schlafräumen in der Kulturfabrik Meda in Mittelherwigsdorf und Ausrüstung von Kronen und Kunstbauerkino sowie der Kulturfabrik Meda mit Technik für den Empfang von Audiospur und Untertiteln für seh- und hörbehinderte Menschen.

Erstmals wird zum Ende des Festivals der mit 5.000 Euro dotierte Preis der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst für die Regisseurin oder den Regisseur des besten Spielfilms aus Deutschland, Tschechien oder Polen verliehen. Ausgewählte Wettbewerbsbeiträge werden zudem während der sächsischen Länderwoche zum Reformationsjubiläum in Wittenberg Ende August präsentiert.

Quelle: SMWK - Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst