Tage der Offenen Tür im Kraftwerkslabor Zittau

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Tage der Offenen Tür im Zittauer Kraftwerkslabor im Rahmen der Europawoche 2017

Im Rahmen der Europawoche 2017 in Sachsen laden die Hochschule Zittau/Görlitz und das Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (IPM) vom 8. bis 12. Mai zu einem Besuch bei den "Tagen der Offenen Tür" im Zittauer Kraftwerkslabor in der Schliebenstraße 3 in Zittau ein. Startschuss ist die Eröffnungsfeier, die am 8. Mai um 12 Uhr beginnt.

Das "Zittauer Kraftwerkslabor" umfasst drei Großversuchsanlagen zur Untersuchung von energietechnischen Prozessen auf dem Gelände der Stadtwerke Zittau, die den Fokus auf die Effizienzsteigerung sowie auf die Nutzung von alternativen Energiequellen legen. Das Projekt wurde mit einem Zuschuss in Höhe von 6,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) gefördert.

Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Erneuerbare Energien sind ein Schlüsselthema für die Industrie der Zukunft. Deshalb fördert das SMWA auch verstärkt Innovationen aus diesem Forschungsbereich."

Mit weiteren 3,73 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln werden zudem drei Forschungsprojekte des IPM unterstützt. Die Versuchsanlagen stehen an allen Tagen zur Besichtigung offen und laden zur Berichterstattung ein. Details dazu entnehmen Sie bitte dem Programmflyer. IPM-Direktor Alexander Kratzsch: "Etwa ein Drittel der eingeworbenen Drittmittel des IPM aus dem Jahr 2016 stammt aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung. Auf Grundlage der hervorragenden Infrastruktur im Zittauer Kraftwerkslabor sind unsere Wissenschaftler in der Lage, experimentell erprobte Lösungen für dringende Aufgaben im Bereich der Energiewende bereitzustellen." Das Ziel des IPM sei es, den Transfer der Projektergebnisse insbesondere in die Region und den Freistaat voranzutreiben und einen Beitrag zur Steigerung der Wertschöpfung der regionalen Industrie zu leisten, so Kratzsch.

Vom 9. bis 12. Mai von 10 bis 15 Uhr werden die mit EFRE-Mitteln geförderten Versuchshallen 5 und 7 im Pistoiaer Weg 1 in Zittau geöffnet sein. Die Mitarbeiter zeigen die Versuchsanlagen und demonstrieren ihre Versuche bei der Holzvergasung mit einem Blockheizkraftwerk. Voraussichtlich am 10. Mai wird zudem die mit EU-Mitteln geförderte Gesamtanlage bei einer öffentlichen Messfahrt für die Besucherinnen und Besucher in Betrieb sein.

Mit EU-Mitteln unterstützt auch der Europäische Sozialfonds (ESF) die Forschungsarbeit an der HS Zittau/Görlitz. Die ESF-Nachwuchsforschergruppe am Institut für Torf- und Naturstoff-Forschung (ITN) entwickelt innovative Konzepte zur nachhaltigen Nutzung der Bodenressourcen. Die Gesamtkosten des Projekts von insgesamt 713.800 Euro werden mit einem Zuschuss von 663.800 Euro aus dem ESF gefördert. Um Nachwuchswissenschaftler zu fördern und zu qualifizieren, wird auch das ESF-Graduiertenkolleg der HS Zittau/Görlitz "Neue Systeme zur Ressourcenschonung" mit 1,7 Mio. Euro ESF-Förderung unterstützt. Angesichts der Gesamtkosten von 1,8 Mio. Euro decken die EU-Mittel damit einen beachtlichen Anteil der Kosten, um den jungen Forscherinnen und Forschern beste Chancen für ihre Projekte zu bieten. Die HS Zittau/Görlitz kann zudem dank einer weiteren Fördersumme von 2 Mio. Euro aus dem EFRE der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik sowie dem IPM einen dritten Laborriegel mit 1400 qm Laborfläche bieten.

Ein weiteres EU-gefördertes Projekt wird sich am Mittwoch, den 10. Mai, an der Universität Leipzig vorstellen. Das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) öffnet an einem "Tag der Offenen Tür" in der Philipp-Rosenthal-Straße 27 zwischen 13 und 18 Uhr seine Pforten. Das Forschungszentrum befasst sich mit den großen Erkrankungen unserer Zeit und verfolgt das Ziel, Risiken für häufige Krankheiten möglichst früh zu erkennen und neue Strategien zur gezielten Prävention bis zur Therapie zu entwickeln. Aufgrund des demographischen Wandels wird in den nächsten Jahren mit einer dramatischen Zunahme von Volkskrankheiten wie unter anderem Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall, Stress, Demenz oder Depression zu rechnen sein.

Hintergrund

Vom 5. bis 14. Mai feiert der Freistaat Sachsen die Europawoche 2017. Unter dem Motto "Europa in meiner Region" stellt das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zahlreiche EU-Projekte vor, die mit Mitteln der Europäischen Strukturfonds unterstützt werden. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stehen Sachsen im Förderzeitraum von 2014 bis 2020 rund 2,1 Milliarden Euro zur Verfügung, von denen Unternehmen, Kommunen, Forschungseinrichtungen, Schulen sowie die Hochschullandschaft in großem Umfang profitieren. Mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) kann Sachsen im Förderzeitraum von 2014 bis 2020 zudem rund 663 Mio. Euro in die Bildung und in beste Chancen für die Beschäftigung der Menschen auf dem sächsischen Arbeitsmarkt investieren.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr