Arbeitsmarktbelebung in Spree-Neiße

Arbeitsmarktbelebung in Spree-Neiße

Arbeitslosenquote im Landkreis Spree-Neiße erstmalig unter 7,5%

Die Arbeitslosigkeit hat sich im April um 550 auf 4.625 verringert. Im Vergleich dazu waren im Vorjahresmonat 698 Personen mehr als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 7,4 %, vor einem Jahr lag sie noch bei 8,3 %.

Getrennt nach Rechtskreisen stellt sich die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen für den Monat April 2017 folgendermaßen dar: Im Rechtskreis SGB III gibt es 1.273 Arbeitslose, das sind 117 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Im Rechtskreis SGB II, der in die Zuständigkeit des Jobcenters Spree-Neiße fällt, sind 3.352 Arbeitslose registriert, das sind 581 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Beim Anteil der Arbeitslosen im SGB II-Bereich, gemessen an allen Arbeitslosen, kann der Landkreis Spree-Neiße mit 72,5 % weiterhin den niedrigsten Anteil im regionalen Vergleich verzeichnen (siehe Tabelle: CBS 79,9 %, EE 74,3 %, OSL 76,9°%).

"Dies zeigt, dass neben der positiven konjunkturellen Entwicklung auch die Vermittlungsarbeit des kommunalen Jobcenters Wirkung zeigt", erklärt Werkleiter Carsten Billing.

Die Zahl der durch das Jobcenter Spree-Neiße betreuten Bedarfsgemeinschaften ist nahezu gleich geblieben. So waren im April 5.887 Bedarfsgemeinschaften registriert, 12 weniger als im Vormonat. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist gegenüber dem Vormonat um 18 auf 7.440 gesunken.

Die Unterbeschäftigungsquote lag im Landkreis Spree-Neiße im April 2017 bei 10,6 %, was einem Rückgang von 0,5 %-punkten zum Vorjahresmonat entspricht (vgl. CBS + 0,8/ EE -1,1/ OSL -0,9). In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen bzw. ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung werden Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt. Zudem können die direkten Auswirkungen der Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitslosenzahlen nachvollzogen werden.

Quelle: Pressestelle Landkreis Spree-Neiße