Strukturpolitik - Industrieregion Lausitz

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Lausitz als Industrieregion erhalten und entwickeln

Neuansiedlung des chinesischen Automobilkonzerns WKWN angekündigt

Brandenburg und Sachsen sind entschlossen, die Lausitz auch "nach der Braunkohle" als Industrieregion zu erhalten und weiter zu entwickeln. Das betonten die Wirtschaftsminister beider Länder, Albrecht Gerber und Martin Dulig (beide SPD), am Mittwoch auf einer Fachkonferenz des DGB in Hoyerswerda.

Den Worten folgen Taten: Auf einer Pressekonferenz wurde die Neuansiedlung des chinesischen Automobilkonzerns WKWN angekündigt. Das Unternehmen plant, in der Lausitz Elektroautos zu bauen.

In drei Podien diskutierten rund 140 Gewerkschafter, Kommunalpolitiker und Vertreter regionaler Unternehmen über Themen wie Verkehr und Nahverkehr, Gute Bildung, Gute Arbeit, Industriepolitik und Energie. Gute Verkehrs-Infrastruktur, so betonten Bürgermeister einiger Städte, verleiht der wirtschaftlichen Entwicklung neue Impulse und ermögliche den Menschen zugleich, in der Lausitz zu bleiben. Konkret heißt das: Eine Schnellverbindung des öffentlichen Nahverkehrs, die die Region mit den schnell wachsenden Metropolen Berlin und Dresden verbinden, muss eingerichtet werden. Zudem müssten bestehende Verkehrsverbindungen gesichert und ausgebaut werden.

Fachkräfte sichern, Potenzial sichern

Geht es um das Potenzial der Lausitz, sind gute Arbeit und gute Bildung wichtige Stellschrauben, unterstrichen Gewerkschaftsvertreter in einem weiteren Podium.

Die Menschen in der Industrie, im Handwerk, in der Landwirtschaft, in der Verwaltung und im Dienstleistungssektor haben die Lausitz über viele Jahrhunderte geprägt und gestaltet. Diese Entwicklung darf nicht plötzlich enden, sagt der DGB. Es ist eine Frage der Fairness, dass die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen nicht aus dem Blick gerät. Die vorhandenen Potentiale zu entdecken, zu stärken und zu entwickeln ist die große Aufgabe.

Quelle: IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen