Offene Fragen zum LEAGs Revierkonzept

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Grüne Liga stellt offene Fragen zu LEAGs Revierkonzept und zum Lausitzer Braunkohlenbergbau

Cottbus - Der Umweltverband Grüne Liga fordert in einem Brief den Energiekonzern LEAG auf, neun offene Fragen zum Lausitzer Braunkohlenbergbau zu beantworten. Dies ist als Grundlage für eine sachgerechte Debatte erforderlich, bevor beispielsweise der Brandenburgische Braunkohlenausschuss am 16. Mai über das neue Revierkonzept des Unternehmens diskutiert.

René Schuster, langjähriger Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss, erläutert: "Das Revierkonzept der LEAG bleibt an vielen Punkten schwammig. Wenn etwa das Kraftwerk Jänschwalde nach Ende des benachbarten Tagebaues maximal 8-10 Jahre mit Kohle aus dem Süden des Reviers laufen soll, kann das zwischen 18 Millionen Tonnen und 180 Millionen Tonnen CO2-Emissionen bedeuten. Mit dieser diffusen Aussage können weder Abbaufelder wie Welzow-Süd II begründet werden, noch ist das eine Grundlage für die Struktur- und Standortentwicklung."

Weitere offene Fragen betreffen beispielsweise das Auslaufen des Tagebaues Jänschwalde vor dem Dorf Taubendorf, den Schutz Brandenburgs vor der Grundwasserabsenkung des sächsischen Tagebaues Nochten oder die Rückabwicklung von Flächenkäufen für nun abgesagte Tagebaue.

Das Bergbauunternehmen LEAG hatte am 30. März sein neues Konzept für das Lausitzer Braunkohlenrevier vorgestellt. Dabei wurde auf mehrere bisher geplante Tagebaufelder verzichtet, eine Zwangsumsiedlung von Proschim für den Tagebau Welzow-Süd II jedoch weiter offengehalten. Die GRÜNE LIGA fordert das Unternehmen nun auf, sich noch vor der Sitzung des Braunkohlenausschusses konkreter zu äußern. "Das würde die politische Debatte über Bewertungen und Schlussfolgerungen sehr erleichtern." heißt es in dem Brief an LEAG-Chef Rendez.

Das Schreiben mit insgesamt neun Fragen an die LEAG (PDF) ist online abrufbar.

Quelle: Umweltgruppe Cottbus e.V.