WiL begrüßt Entscheidung zum Lausitzer Revier

Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. begrüßt LEAG-Entscheidung zur Fortführung der Tagebaue

Die Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. begrüßt die Entscheidung der LEAG, die Nutzung der jetzigen Braunkohlefelder fortzuführen und zugleich auf die Erschließung neuer Tagebaue zu verzichten. Der Stellvertretende WiL-Vorsitzende, Bernd H. Williams-Boock, sagte nach Bekanntwerden der Entscheidung durch die LEAG:

"Die Entscheidung der LEAG zur Zukunft des Lausitzer Reviers begrüßen wir, sie beendet eine Phase der Unsicherheit sowohl für die Mitarbeiter im Revier als auch für die Menschen in den betroffenen Gebieten. Die Zukunft der Stromversorgung in Deutschland ist mit vielen Unsicherheiten behaftet. Werden Wind- und Solarstromerzeugung in der Lage sein Deutschland und seine Industrie sicher und kostengünstig zu versorgen? Kernenergie wird in Kürze abgeschaltet. Sollen wir die Stromversorgung unseres Landes in großen Teilen mit ausländischem Erdgas absichern? In dieser Situation ist es richtig, in Teilschritten zu entscheiden und ein Teilfeld in Nochten in Anspruch zu nehmen. In Welzow-Süd wird die Möglichkeit für eine Braunkohlegewinnung offen gehalten. Der Verzicht auf die Nutzung der Felder Jänschwalde-Nord, Bagenz-Ost und Spremberg-Ost beendet die Unsicherheit für die dortigen Anwohner und gibt den Gemeinden die Möglichkeit, sich in Ruhe weiter zu entwickeln. Die jetzt verkündete Entscheidung ist gut für den Industriestandort Lausitz, aber auch für ganz Deutschland. Sie sichert hunderte Arbeitsplätze vor Ort und die industrielle Stromversorgung in Deutschland für weitere Jahre und ist hilfreich für die weitere Strukturentwicklung der Region. Seitens der Landes- und Bundespolitik fordern wir als WiL, dass sie diese Entscheidungen für die heimische Energienutzung unterstützt. Weitere Einschränkungen für die Tagebaue und die Kraftwerke in der Lausitz sind für die vorhersehbare Zeit kontraproduktiv für eine sichere und kostengünstige Energieversorgung in Deutschland und müssen deshalb unterbleiben."

Quelle: Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V.