Klima-Allianz Deutschland zur Entscheidung der LEAG

Kommentar der Klima-Allianz Deutschland zur Entscheidung der LEAG über neue Braunkohletagebaue

Berlin - Die EPH-Tochter LEAG hat heute ihre Entscheidungen zu drei neuen Tagebauen in der Lausitz gefällt. Während die LEAG die Planungen für Jänschwalde Nord aufgibt, hält der Braunkohlekonzern an einer Teilerweiterung von Nochten 2 fest und vertagt die Entscheidung über eine Erweiterung von Welzow Süd II. Dazu erklärt Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland:

"Dass die EPH-Tochter LEAG die Entscheidung über die Tagebauerweiterung Welzow Süd II auf die lange Bank schiebt, ist für die Menschen nicht zumutbar. Die Unsicherheit über ihre Zukunft ist eine schwere Last und zerrüttet ganze Dörfer. Das schädigt auch die Wirtschaft in der Lausitz und ist das Gegenteil von Strukturentwicklung.

Die Klimaziele geben einen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung klar vor. Das bedeutet, dass sogar die genehmigten Tagebaue stark verkleinert werden müssen. Weder Welzow Süd II noch die Teilerweiterung von Nochten 2 können jemals umgesetzt werden. Es gilt jetzt den sozial gerechten Kohleausstieg und einen Stopp für Tagebauerweiterungen auf den Weg zu bringen. Je später CDU und SPD deutlich machen, dass neue Tagebaue oder Tagebauerweiterungen in Deutschland nicht mehr möglich sind, und einen Pfad jenseits der Kohle aufzeigen, desto höher ist die Gefahr, dass es zu Strukturbrüchen kommt und Dörfer und Wirtschaftsstrukturen für immer zerstört werden."

Quelle: Klima-Allianz Deutschland