Aufsichtsratssitzung Bombardier Transportation

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Bombardier: Statement der Ministerpräsidenten Woidke und Tillich

Zu den Ergebnissen der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Bombardier Transportation nehmen die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen, Dietmar Woidke und Stanislaw Tillich, wie folgt Stellung:

"Beide Landesregierungen kämpfen mit allen Mitteln dafür, den geplanten Produktionsabbau und Verlust von Arbeitsplätzen noch zu verhindern oder zumindest zu begrenzen. Deshalb sind wir bereit, das Unternehmen zu unterstützen."

Dietmar Woidke: "Wir sind seit Monaten intensiv mit Bombardier im Gespräch und haben konkrete Unterstützungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für den Standort Hennigsdorf unterbreitet. Dazu gehört auch ein komplettes Angebot der verfügbaren Förderprogramme des Landes. Es liegt nun an Bombardier, unsere Angebote zu nutzen: Wir sind fest von der Qualität des Standorts überzeugt. Den bestehenden Standortvorteil in Hennigsdorf sollte Bombardier nicht durch die geplante Entkoppelung von Produktion und Entwicklung verschenken."

Er begrüßt, dass Bombardier in Verhandlungen mit dem Brandenburger Wirtschaftsministerium steht, bei denen es um die Förderung von zwei konkreten Innovationsprojekten geht. "Innovative Produkte sind der Schlüssel zu Markterfolg", so Woidke. "Deshalb haben wir großes Interesse, zukunftsfähige Hennigsdorfer Projekte zu unterstützen."

Ministerpräsident Stanislaw Tillich sieht Bombardier in der Pflicht, seine Fertigungskapazitäten und die damit verbundenen Arbeitsplätze in Görlitz und Bautzen zu erhalten. "Bombardier darf sich für zwei gute Produktionsstandorte, Görlitz und Bautzen, nicht aus der Verantwortung stehlen. Beide Standorte haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie konkurrenzfähige Produkte auf dem Weltmarkt anbieten können. Jetzt scheinbar notwendige Anpassungsprozesse sind nicht allein dem Wettbewerb geschuldet, sondern einer verfehlten Unternehmenspolitik. Sachsen steht zu seiner Zusage, Bombardier bei dem Umstrukturierungsprozess mit Fördermitteln zu unterstützen", so Tillich.

Quelle: SSK - Sächsische Staatskanzlei