Förderprogramm Energieeffizienz in Unternehmen

Energieeffizienz in Unternehmen

Förderung von Energiemanagement und energieeffizienter Produktion

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus weist darauf hin, dass zwei Förderprogramme aus dem Bereich Energieeffizienz für Unternehmen vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bis zum 31. Dezember 2017 verlängert wurden.

Einführung von Energiemanagement-Systemen in Betrieben

Erstens: Für die Einführung von Energiemanagement-Systemen in Betrieben können weiterhin Förderungen beantragt werden. Unterstützt werden Maßnahmen wie die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems, die externe Beratung zur Einführung eines Energiemanagementsystems, der Erwerb und die Installation von Messtechnik und Software oder die Schulung von Mitarbeitern zu Energie- bzw. Managementbeauftragten. Laut Richtlinie kann gefördert werden, wenn die Maßnahme nicht aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung oder im Kontext eines Entlastungstatbestandes erfolgt. Informationen zu Fördertatbeständen und -voraussetzungen sowie die Antragsunterlagen sind online zu finden unter www.bafa.de.

Richtlinie zur Förderung energieeffizienter und klimaschonender Produktionsprozesse

Zweitens: Die Richtlinie zur Förderung energieeffizienter und klimaschonender Produktionsprozesse - Im Falle von Investitionen wird der Mehraufwand für möglichst energieeffiziente und damit umweltverträgliche Lösungen bei der Gestaltung von Produktionsprozessen gegenüber weniger umweltvertraglichen Anlagen mit bis zu 20 Prozent erstattet.

Das gilt insbesondere bei Produktionsprozess- und Produktionsverfahrensumstellungen auf energieeffiziente Technologien, Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie aus Produktionsprozessen oder Anlagen und für sonstige energetische Optimierungen von Produktionsprozessen.

Für die Antragsteller positiv ist, dass die Zulassungskriterien in einigen Punkten vereinfacht wurden.

Die Fördermaßnahme wurde bis zum 31. Dezember 2017 verlängert. Der nächste Stichtag ist der 31. März 2017.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland mit Ausnahme der Energieversorgung und
  • Contractoren, die eine förderfähige Maßnahme im Rahmen eines Contracting-Vertrages bei einem antragsberechtigten Unternehmen durchführen

Was wird gefördert?

Gefördert werden investive Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in gewerblichen und industriellen Produktionsprozessen, insbesondere

  • Produktionsprozess- und Produktionsverfahrensumstellungen auf energieeffiziente Technologien,
  • Maßnahmen zur effizienten Nutzung von Energie aus Produktionsprozessen oder Anlagen und
  • sonstige energetische Optimierung von Produktionsprozessen.

Die Maßnahmen müssen die Energieeffizienz des betrachteten Produktionsprozesses verbessern.

Ziel ist es, den Energieverbrauch und die Energiekosten zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und die Verbreitung von Effizienztechnologien zu unterstützen. Zugleich soll auch die Emission von Treibhausgasen gesenkt werden.

Die Maßnahmen sollen dem am Markt verfügbaren Stand umweltfreundlicher Technik entsprechen oder diesen für ein neues Einsatzfeld übertreffen, sowie eine klare Aussicht auf die Größe der erzielbaren Energieeinsparung geben.

Der Nachweis der Energie- und CO2-Einsparung und die Verbesserung der Energieeffizienz muss in der Regel von einem unabhängigen Energieberater erbracht werden.

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt als Projektförderung in Form der Anteilsfinanzierung und wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt nach Abschluss der Energieeffizienzmaßnahme.

Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 20 % der unmittelbar auf den Umweltschutz bezogenen Investitionskosten. Diese werden als Differenz zu den Kosten einer Investition, die technisch vergleichbar ist, aber ein geringeres Maß an Umweltschutz bietet, ermittelt (Investitionsmehrkosten).

Die maximale Zuwendung ist je Vorhaben auf einen Betrag von 1 500 000 Euro begrenzt.

Die Auswahl der zu fördernden Vorhaben erfolgt zu jedem Quartalsende. Soweit die verfügbaren Haushaltsmittel nicht ausreichen, stehen die Vorhaben gemäß vorgegebener Auswahlkriterien im Wettbewerb untereinander.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Für die Zulassung zum Wettbewerb müssen folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein und nachgewiesen werden:

  • Investitionsmehrkosten von mindestens 50 000 Euro und
  • spezifische Endenergieeinsparung bei gleichem Produktionsoutput gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre der betrachteten Anlage/des Prozesses von mindestens 5 % und
  • mindestens 100 kg CO2-Einsparung pro Jahr im Verhältnis zu 100 Euro Investitionsmehrkosten.

Weitere Informationen sind beim Projektträger, dem Karlsruher Institut für Technologie, abrufbar: www.ptka.kit.edu/560.php.

Weitere Informationen im Internet

Weitere Fördermöglichkeiten im Internet

Autor und Kontakt

IHK Cottbus
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