Bio-Unternehmen in Brandenburg

https://www.lausitz-branchen.de/medienarchiv/cms/upload/2016/januar/gruene-woche-2016.jpg

16 Prozent aller Brandenburger Agrarbetriebe wirtschaften als Bio-Unternehmen

Berlin - Zu jeder Grünen Woche in Berlin gehören auch die Brandenburger Aussteller in der Bio-Halle (Messehalle 1.2b). Heute hat sich hier Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger über "Bio made in Brandenburg" informiert und das Gespräch mit Vertretern der anerkannten Anbauverbände des ökologischen Landbaus gesucht. Aus diesem Anlass hat Vogelsänger auch die neuesten Zahlen zur Bio-Landwirtschaft in Brandenburg vorgelegt.

Vogelsänger: "Brandenburg verzeichnet weiterhin einen Aufschwung beim ökologischen Landbau. Die Zahl der landwirtschaftlichen Erzeuger stieg von 787 Unternehmen 2015 auf 866 im Folgejahr. Damit wirtschaften 16 Prozent der 5.400 Agrarbetriebe im Land ökologisch. Für das Jahr 2017 wird sich der Trend fortsetzen. 61 Unternehmen haben für die Umstellung auf ökologischen Landbau ab 2017 Förderanträge für 5.000 Hektar gestellt."

Die Betriebe erhalten als Basisprämie plus Greening 243 Euro je Hektar. Dieser Betrag kann sich noch erhöhen durch die Junglandwirteprämie in Höhe von 44 Euro je Hektar und die Umverteilungsprämie für die ersten Hektar bis maximal 80 Euro je Hektar. Zusätzlich erhalten die Betriebe die Ökoprämien. Diese sind im Vergleich zur letzten Förderperiode signifikant erhöht worden.

In Brandenburg können jährliche Prämien in Höhe von 209 Euro je Hektar für Ackerland, 210 Euro je Hektar für Grünland, 415 Euro je Hektar Gemüse, 750 Euro je Hektar für Kern- und Steinobst sowie 685 Euro je Hektar für Beeren- und Strauchobst gezahlt werden.

Die Ökoprämie kann aber nicht beliebig erhöht werden, denn sie wird in allen Bundesländern auf Grundlage des Ertragsniveaus berechnet. In Brandenburg liegen zirka 75 Prozent der Fläche in benachteiligten Gebieten. Das bedeutet, dass die Ertragserwartung auf diesen Standorten unterdurchschnittlich ist. Wird auf dieser Fläche ökologisch gewirtschaftet, geht der Ertrag nochmals zurück. Der durch diese Form der Bewirtschaftung entstehende Minderertrag wird durch die Öko-Prämie ausgeglichen. Prämien in anderen Bundesländern liegen gegebenenfalls etwas höher, da dort die Mindererträge höher sind. Spitzenreiter in Brandenburg ist der Landkreis Dahme-Spreewald mit einem Anteil von rund 27 Prozent ökologischer Fläche an der Agrarfläche des Kreises.

Für das Bewirtschaftungsjahr 2015 wurden im Rahmen der Förderung des ökologischen Landbaus 24,3 Millionen Euro an 591 Landwirte, die auf 115.783 Hektar wirtschafteten, ausgezahlt.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft