Vogelgrippevirus im Cottbuser Tierpark bestätigt

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Update (Do. 26.1.2017 - 17:34 Uhr) - Cottbuser Tierpark bleibt weiter geschlossen

Die Schließzeit des Tierparks Cottbus wird aufgrund des amtlich festgestellten Ausbruchs der Wildgeflügelpest bis zum 18. Februar 2017 verlängert. Nach den ersten Fällen von Wildgeflügelpest durch das H5N8-Virus auf dem Tierparkgelände wurden bei Untersuchungen weitere Infektionen festgestellt.

Von Seiten des zuständigen Veterinäramtes beim Landkreis Spree-Neiße und der Tierparkmitarbeiterschaft werden alle Vorkehrungen getroffen, um den gefiederten Tierbestand im Tierpark zu erhalten. Eine Tötung des Tierbestandes ist gegenwärtig weiterhin nicht vorgesehen.

Der bestehende Sperrbezirk rund um den Tierpark und die Festsetzungen zum Beobachtungsgebiet bleiben bis auf weiteres unverändert bestehen. Als zusätzlich angeordnete Schutzmaßnahme gilt es für Besitzer von Hunden und Katzen sicherzustellen, dass diese im Sperr- und Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen. Es soll damit verhindert werden, dass Hunde oder Katzen mit Kadavern toter Wildvögel in Kontakt kommen und den Erreger weiterverbreiten.

Update (Mo. 23.1.2017 - 15:39 Uhr) - Tierpark Cottbus bleibt geschlossen

Nach Feststellung des Geflügelpesterregers H5N8 bei drei toten Enten im Tierpark Cottbus sind auf Anordnung des zuständigen Veterinäramtes weitere Untersuchungen, Beobachtungen und Probenahmen im gefiederten Bestand des Tierparks durchzuführen.

Diese Maßnahmen sind zur Vermeidung einer Ausbreitung der Erreger notwendig und vorgeschrieben. Für eine ungestörte und hygienisch einwandfreie Probeentnahme ist es unvermeidlich, die Schließungszeit des Tierparks vorerst bis Freitag, den 27. Januar 2017, zu verlängern.

Die zuständige Veterinärbehörde beim Landkreis Spree-Neiße bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die einen Besuch im Tierpark geplant haben, um Verständnis für diese notwendige Maßnahme.

Update (Fr. 20.1.2017 - 16:25 Uhr) - Tierpark Cottbus vorerst bis Dienstag geschlossen

Der Cottbuser Tierpark muss vorerst bis Dienstag, 24. Januar geschlossen bleiben. Grund ist, dass sich der Verdacht auf eine Geflügelpest bei im Tierpark-Gelände aufgefundenen Wildvögeln bestätigt hat. Das hat das Landeslabor am Freitag dem zuständigen Veterinäramt mitgeteilt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist eine Tötung des Tierbestandes im Tierpark nicht vorgesehen.

Tierpark-Direktor Dr. Jens Kämmerling: "Wir haben insgesamt 305 Tiere bereits seit längerem in einem geschützten Bereich untergebracht." Es gibt zudem einen ähnlich großen Bestand an Wildvögeln, der nicht aufstallbar sei. Im Tierpark sind umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen eingeleitet worden. Dazu wurden insgesamt 25 Stationen im Gelände verteilt. Die Pfleger für die Vögel arbeiten strikt getrennt nach geschütztem und nach Außenbereich, auch mit extra Küche und Geräten sowie dem Wechsel von Schuhen und Arbeitskleidung.

Allerdings bekommt der Schutz im Stall nicht allen Vögeln. So verlor der Tierpark einen Schwarzschnabelstorch, der dem Stress der mehrwöchigen Aufstallung nicht gewachsen war.

Die Schließzeit bis Dienstag sei eine allgemeine Vorsichtsmaßnahme. Jens Kämmerling: "Das wird uns aber noch Wochen beschäftigen." Konzepte für solche Fälle liegen im Tierpark seit 2006 vor. Die drei Enten waren am Dienstag zeitlich versetzt im Außenbereich eines Teiches gefunden worden. Proben wurden daraufhin an das Landeslabor weitergeleitet. Die dortigen Untersuchungen ergaben eine Infektion der Wildvögel mit der Geflügelpest durch den H5N8-Virus. Die Ansteckungsgefahr wird nunmehr im Nationalen Referenzlabor auf der Insel Riems überprüft. Ergebnisse sollen voraussichtlich in der kommenden Woche vorliegen.

Um den Tierpark sind eine Sperrzone mit einem Radius von einem Kilometer sowie eine Beobachtungszone mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. An wichtigen Zufahrtsstraßen weisen entsprechende Schilder in deutscher und polnischer Sprache darauf hin.

Eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung ist nicht gegeben. Für die Haltung von Hunden und Katzen gibt es derzeit keine zusätzlichen Einschränkungen.
Grundlegende Informationen zur Geflügelpest finden sich auf der Internetseite des Friedrich-Löffler-Institutes unter www.fli.de.

Auch der Spreeauenpark bleibt bis Dienstag vorsorglich geschlossen.

Landeslabor bestätigte Infektion der Wildvögel im Tierpark Cottbus mit der Geflügelpest

Am Dienstag wurden durch Mitarbeiter im Tierpark Cottbus drei tote Enten im Außenbereich entdeckt. Noch am selben Tag wurden amtliche Proben entnommen und an das Landeslabor Berlin-Brandenburg mit Sitz in Frankfurt (Oder) zur Untersuchung geschickt. Am heutigen Freitag, den 20.01.2017, um 09:50 Uhr bestätigte das Landeslabor die Infektion der Wildvögel mit der Geflügelpest durch den H5N8-Virus. Nach Vorliegen dieser Ergebnisse werden die Proben nun zur Überprüfung der Ansteckungsgefahr an das Nationale Referenzlabor auf der Insel Riems weitergeleitet.

Das für die Stadt Cottbus und den Landkreis Spree-Neiße zuständige Veterinäramt hat unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen angeordnet. Dazu gehören auch die Festlegungen eines Sperrbezirkes mit einem Radius vom 1 Kilometer und einem Beobachtungsbezirk von 3 Kilometern. Die Kennzeichnung der Bezirke wird für alle Bürgerinnen und Bürger sichtbar mit Schildern mit dem Hinweis "Wildvogelgeflügelpest - Sperrbezirk" und "Wildvogelgeflügelpest - Beobachtungsgebiet" an wichtigen Zufahrtsstraßen vorgenommen.

Der Tierpark bleibt vorerst bis Dienstag, den 24.01.2017, für den Besucherverkehr geschlossen. Weiterführende Entscheidungen trifft der zuständige Amtstierarzt. Eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung ist nicht gegeben. Eine Tötung des Tierbestandes im Cottbuser Tierpark ist nicht vorgesehen. Für Hunde- und Katzenhalter bestehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine zusätzlichen Einschränkungen.

Quelle: Pressestelle Landkreis Spree-Neiße