Vogelgrippevirus im Landkreis Dahme-Spreewald bestätigt

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Im eingerichteten Sperrbezirk gelten verstärkte Beschränkungen für die Geflügelhaltung

In einem Putenbestand im Landkreis Dahme-Spreewald (im Amt Lieberose/Oberspreewald) ist die Geflügelpest ausgebrochen. Betroffen ist ein Putenzuchtbetrieb mit zurzeit 44.873 Tieren. Die Veterinärbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald hat die unverzügliche tierschutzgerechte Tötung des Bestandes und alle weiteren notwendigen Maßnahmen angeordnet.

Nachdem der betroffene Betrieb am Montag erhöhte Tierverluste meldete, wurden noch am selben Tag amtliche Proben entnommen und durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg in Frankfurt/Oder untersucht. Das Ergebnis am Dienstag brachte den Nachweis auf Vorliegen des Verdachts auf Geflügelpest, und das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems als Nationales Referenzlabor bestätigte am Mittwoch die hochpathogene Form der Aviären Influenza, besser bekannt als Geflügelpest.

Um den betroffenen Tierbestand wurden mit Tierseuchenallgemeinverfügung vom 18. Januar sogenannte Restriktionsgebiete mit einem Sperrbezirk (Radius von mindestens drei Kilometern um den betroffenen Bestand) und ein Beobachtungsgebiet (Radius von mindestens zehn Kilometern) eingerichtet. Auf den Hauptzufahrtswegen zum Sperrbezirk werden derzeit Schilder mit dem Hinweis "Geflügelpest - Sperrbezirk" und zum Beobachtungsgebiet "Geflügelpest - Beobachtungsgebiet" aufgestellt. Im Sperrbezirk gelten Einschränkungen für Halter und Vermarkter von Geflügel, weiter ist die Jagd auf Federwild untersagt.
Die mit Allgemeinverfügung vom 28. November 2016 angeordnete Aufstallungspflicht für sämtliches Geflügel im Landkreis gilt weiterhin. In diesem Zusammenhang wird dringend auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen hingewiesen.

Im Sperrbezirk sind derzeit 145 Geflügelhalter mit 47.138 Stück Geflügel und im Beobachtungsgebiet 468 Haltungen mit 23.649 Stück Geflügel registriert.

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Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald