Schipkau: Pößnitz vom Eisenhydroxidschlamm befreit

Schlamm und Altablagerungen

Letzter Abschnitt der Pößnitz bei Klettwitz ist nun vom Schlamm und Altablagerungen befreit

Mitarbeiter des Gewässerverbandes "Kleine Elster Pulsnitz" waren bis zum Ende des vergangenen Jahres damit beschäftigt, den entlang der Pößnitz abgelagerten Eisenhydroxidschlamm zu beseitigen. Rund 7.600 Tonnen des rotbraunen Stoffs wurden zu einem Entsorgungsbetrieb nach Spemberg abtransportiert und dort aufbereitet. Die Pößnitz weist nun wieder ihr ursprüngliches Gewässerprofil auf und kann damit das umliegende Gelände besser entwässern.

Beräumt wurde ein rund 800 Meter umfassender Gewässerabschnitt zwischen Meuro und der Senftenberger Straße in Klettwitz nahe der Autobahnauffahrt. In diesem Bereich wurden umfangreiche Schlammablagerungen aus dem Gewässerbett entnommen, so dass die Sohlhöhe nun wieder deutlich tiefer ist. Aufgenommen und entsorgt wurden zudem auch Altaushub, der sich seit Jahrzehnten neben der Pößnitz auftürmte. Fortan kann hier nun wieder das Oberflächenwasser ungehindert in die Pößnitz strömen. Zugleich wurde der seitliche Bewirtschaftungsstreifen verbreitert, um zukünftig alle Abschnitte der Pößnitz besser erreichen zu können. Weitere Gewässerunterhaltungsarbeiten fanden auch an der Pößnitz südlich von Schipkau statt.

Pößnitz vom Eisenhydroxidschlamm befreit

Nach Angaben von Gerhard Katschner vom Gewässerverband wird die Baustelle bis Ende Januar abgeschlossen. Zugleich starten dann umfangreiche Beräumungsarbeiten entlang des Meuroer Grabens. In einem rund 1.900 Meter langen Abschnitt zwischen Meuro und dem Restloch Westmarkscheide soll dann das Gewässer entschlammt und neu profiliert werden.

Der Eisenhydroxidschlamm entsteht durch die chemische Reaktion des im Wasser enthaltenen natürlichen Eisens mit dem Sauerstoff der Luft. Das Wasser stammt teils aus Tiefbrunnen, mit denen die Bergbausaniererin Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) den Grundwasserspiegel im früheren Braunkohlentagebau Meuro künstlich niedrig hält. Der damit ungefährliche, aber lästige Schlamm muss wiederkehrend aus den Gewässern entfernt und entsorgt werden. Die Kosten dafür übernimmt die LMBV.

"Seitens der Gemeinde sind wir sehr froh, dass diese Gewässerberäumung kontinuierlich stattfindet", erklärte Bürgermeister Klaus Prietzel kürzlich in der Gemeindevertretung, "denn damit wird der Wasserabfluss gesichert und auch ein Beitrag zur Reduzierung der Schichtenwasserprobleme geleistet. Wir unterstützen daher diese Arbeiten."

Quelle: PM Gemeinde Schipkau