HWK Dresden fordert Politik zum Handeln auf

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Handwerkskammer fordert die Politik im Wahljahr 2017 zum Handeln auf: "Stillstand? Nein, danke!"

Präsident Jörg Dittrich mahnt zum Handeln in Rentendebatte, bei Fragen der Auftragsvergabe und Sicherheitskonzepten vor Ort an

Weichenstellungen und starke Signale für die Entwicklung des Handwerks fordert Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, sowohl von der Bundespolitik als auch von Landes- und Kommunalpolitikern. "Egal ob demographischer Wandel oder Digitalisierung, Renten- oder Steuersystem - viele Fragen brauchen klare Antworten. Und wir brauchen schnellere Antworten", so der Handwerkskammer-Präsident.

Das neue Aufstiegs-BAföG, das in diesem Jahr in Kraft trat, ist eine gelungene Maßnahme der Bundesregierung zur Steigerung der Attraktivität der beruflichen Weiterbildung. Selbiges ist der sächsischen Landesregierung mit der Einführung des Meisterbonus geglückt. "Doch es gibt auch im Freistaat noch genug zu tun", betont der Präsident der Handwerkskammer Dresden und nennt Beispiele.

So wurde die Änderung des Schulgesetzes auf Grund der zahlreichen Anträge auf das Jahr 2017 vertagt. Die sächsischen Handwerkskammern und die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern im Freistaat fordern eine Schulnetzplanung aus einer Hand zu realisieren, die Bedingungen für die Mobilität von Auszubildenden zu verbessern sowie die Oberschule zu stärken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für das Handwerk: Im Förderprogramm "Brücken in die Zukunft" setzen einzelne Kommunen aus Zeitdruck auf den Generalunternehmer. Die Forderung nach Einzellosvergabe findet keine spürbare Unterstützung. Dies ist nicht im Sinne der regionalen Wirtschaft und schließt den Mittelstand oftmals aus.

Nachholbedarf sieht Jörg Dittrich beim schnellen Internet in Sachsen. "Beim Breitbandausbau verharrt Sachsen bundesweit auf dem vorletzten Platz."

Ein weiterer Punkt, der das Handwerk umtreibt, ist die Sicherheitslage. So ergab eine Befragung der Handwerksbetriebe im Landkreis Görlitz, dass über ein Fünftel der Betriebe im vergangenen Jahr und nahezu zwei Drittel in den vergangenen fünf Jahren Opfer von Eigentumsdelikten geworden sind. "Die Sicherheitslage im Freistaat ist nach wie vor unbefriedigend", sagt Jörg Dittrich. "Das Jahresmotto der Imagekampagne des Handwerks lautete 2016 "Die Zukunft ist unsere Baustelle!". Dieses Motto sollte weiterhin der Leitfaden für die Politik sein. Wir werden sie genau daran messen."

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