Bahngipfel: sächsische Schienenprojekte ausbauen

Polnisch-Deutscher Bahngipfeltreffen

Sachsen macht sich beim Polnisch-Deutschen Bahngipfeltreffen in Stettin für Schienenprojekte stark

Verkehrsstaatssekretär Hartmut Mangold hat sich beim heutigen Bahngipfeltreffen im polnischen Stettin erneut für die für den Freistaat Sachsen bedeutenden grenzüberschreitenden Schienenvorhaben eingesetzt.

Für den Freistaat Sachsen und die Wojewodschaft Niederschlesien ist eine zeitnahe Umsetzung des bereits im Regierungsabkommen von 2003 vereinbarten Ausbauvorhabens Dresden - Zgorzelec - Wroclaw gleichermaßen bedeutend. Auf polnischer Seite sind die Maßnahmen zwischen Węgliniec und Wrocław abgeschlossen, zwischen Węgliniec und Zgorzelec soll die Elektrifizierung nun bis 2019 erfolgen. Staatssekretär Hartmut Mangold äußerte sich unzufrieden darüber, dass der Bund im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung noch nicht das gleiche Engagement für den Abschnitt zwischen Dresden - Görlitz - Zgorzelec zeigt.

"Wir erwarten, dass die noch ausstehende Bewertung des Vorhabens durch den Bund schnellstmöglich erfolgt, und eine entsprechende Einordnung in den Vordringlichen Bedarf vorgenommen wird. Dies wird auch von polnischer Seite unterstützt", so Hartmut Mangold.

Mangold weiter: "Die durchgängige Elektrifizierung Dresden - Görlitz - Węgliniec - Wrocław ist wesentliche Voraussetzung für attraktive Verkehrsangebote und für die Anbindung Südpolens an das deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz, sowie die Anbindung Sachsens, Süd- und Südwestdeutschlands an Ballungsräume in Nieder- und Oberschlesien." Bei der heutigen Veranstaltung appellierte er an Bund und Bahn, die sächsischen und polnischen Bemühungen zur Fortführung der Streckenelektrifizierung auf dieser europäischen Achse zu unterstützen.

Der Freistaat Sachsen wird sich seinerseits weiterhin prioritär für die alsbaldige, vollständige Schließung der Elektrifizierungslücke zwischen Zgorzelec, Görlitz und Dresden einsetzen. Aktuell finanziert der Freistaat bereits die derzeit laufenden Vorplanungen. "Gemeinsames Ziel sollte sein, bis zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2023 nicht nur Görlitz wieder an das elektrifizierte Eisenbahnnetz anzuschließen, sondern attraktiven europäischen Fernverkehr anbieten zu können", so Hartmut Mangold abschließend.

Ein weiteres Thema war auch die insbesondere für die Oberlausitz wichtige Strecke zwischen Cottbus und Görlitz.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr