Geflügelpest in Spree-Neiße und Cottbus

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Aktuelles zum Geflügelpestgeschehen im Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mit Wirkung vom 21. November 2016 eine Eilverordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen erlassen.

Was sind die wichtigsten darin enthaltenen Regelungen für die Geflügelhalter, auch Kleinsthaltungen?

  • Es muss ein Bestandsregister mit Daten zum Zu- und Abgang von Geflügel und Anzahl von verendeten Tieren pro Tag sowie bei Beständen von 10 und mehr Legehühnern die Gesamtzahl der gelegten Eier pro Tag geführt werden.
  • Es muss sichergestellt werden, dass die Bestände gegen unbefugten Zutritt gesichert sind.

Betriebsfremde Personen dürfen den Bestand nur mit Schutzkleidung, die nach Gebrauch gereinigt und desinfiziert oder unschädlich beseitigt werden, betreten.
Eine betriebsbereite Einrichtung zum Waschen der Hände und zur Desinfektion von Schuhen muss vorgehalten werden.

Was ist zu tun bei erkrankten Tieren?

Bei erkrankten Tieren, erhöhten Tierverlusten oder erheblicher Veränderung der Legeleistung ist die Ursache unverzüglich von einem Tierarzt untersuchen zu lassen.
Die Tierhalter können sich auch vertrauensvoll beim Fachbereich Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung in Heinrich-Heine-Str. 1, 03149 Forst (Lausitz), Tel. 03562-986- 18300 oder der Zweigstelle im Technischen Rathaus, Karl-Marx-Str. 67, 03044 Cottbus, Tel. 0355-612-3915 melden.

Welche Einschränkungen gelten momentan für den Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus?

Gegenwärtig besteht für diese Region gemäß der Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung vom 14. November 2016 eine Aufstallungspflicht für bestimmte Risikogebiete (siehe Anlage Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung vom 14.11.2016).
In diesen Gebieten müssen Geflügelhalter ihre Tiere in geschlossenen Ställen und/oder in vor Wildvögeln gesicherten Ausläufen (Volieren) halten.
Aufgrund der weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe hat der Bundesminister Christian Schmidt entschieden, alle notwendigen Maßnahmen für eine bundesweite Aufstallungspflicht vorzubereiten.

Wichtig!

Der Fachbereich Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung fordert alle Geflügelhalter des Landkreises und in der Stadt Cottbus auf, die festgelegten Maßnahmen entsprechend zu beachten und konsequent umzusetzen.
Jeder Tierhalter ist verpflichtet, der zuständigen Behörde (Veterinäramt) seinen Tierbestand anzuzeigen. Sollte bisher keine Anzeige erfolgt sein, holen Sie dies bitte umgehend telefonisch oder mittels des Formulars "Anzeige einer Tierhaltung" nach (Formular kann im Anhang an diese Seite aufgerufen werden).

Besteht eine Gefährdung für den Menschen?

Der derzeitige Erreger der Vogelgrippe H5N8 ist in erster Linie für das lebende Geflügel gefährlich. Es sind weltweit keine Fälle bekannt, in dem dieser Virus auf dem Menschen übertragen wurde.
Eine Übertragung des Erregers über infizierte Lebensmittel, wie rohe Eier und Geflügelfleisch, ist zwar theoretisch denkbar, aber sehr unwahrscheinlich.
Dennoch sollten allgemeine Hygiene- und Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel, Geflügelfleisch und Eiern grundsätzlich beachtet werden.

Wo können Sie weitere Information erhalten?

Selbstverständlich beim Fachbereich Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung, Heinrich-Heine-Str. 1, 03149 Forst (Lausitz), Tel. 03562-986- 18300 oder der Zweigstelle im Technischen Rathaus, Karl-Marx-Str. 67, 03044 Cottbus, Tel. 0355-612-3915 sowie auch sehr gut auf den Internetseiten des FLI, BMEL und BfR.

Quelle: Pressestelle Landkreis Spree-Neiße