Personalabbau bei Bombardier löst keine Probleme!

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Beschäftigte bei Bombardier fordern Zukunftsperspektive

Mehr als 300 Beschäftigte der Bombardier-Standorte Hennigsdorf, Kassel, Braunschweig, Bautzen, Görlitz, Mannheim und Siegen haben zu Beginn der Außerordentlichen Aufsichtsrats-Sitzung bei Bombardier am Dienstag um 14 Uhr lautstark auf ihre Forderung nach einer Zukunftsperspektive für die deutschen Standorte aufmerksam gemacht.

"Personalabbau löst keine Probleme", so Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Wir fordern das Unternehmen Bombardier Transportation auf, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen. Notwendige Umstrukturierungen können nur mit - und nicht gegen die Belegschaften umgesetzt werden. Dem Unternehmen liegen mit unserem "Fahrplan Zu(g)kunft" Vorschläge für mehr Produktivität und Effizienz vor. Jetzt ist es höchste Zeit, unsere Vorschläge umzusetzen."

Hintergrund

Der kanadische Bahnhersteller Bombardier hatte im Februar 2016 verkündet, dass in Deutschland 1.430 Arbeitsplätze vernichtet werden sollen. Die ostdeutschen Standorte in Hennigsdorf, Görlitz und Bautzen waren zu diesem Zeitpunkt mit mehr als 1.000 Stellenstreichungen am stärksten betroffen. IG Metall und Gesamtbetriebsrat kritisieren dieses Vorgehen seit Bekanntwerden im Februar massiv und haben Ansätze für eine Alternativstrategie entwickelt.

Im April überreichten Betriebsräte und IG Metall in Berlin den "Bombardier Fahrplan Zu(g)kunft". Mit dem Strategiepapier zeigen die Betriebsräte und IG Metall konstruktive Lösungswege für die aktuelle Misere bei Bombardier Transportation auf und formulieren ihre Forderungen an die Konzernspitze.
Bereits im Frühjahr 2016 wurden vom Unternehmen weitergehende Personalabbauzahlen nicht ausgeschlossen. Im Oktober hat dann die Konzernspitze den Abbau von weiteren 5.000 Arbeitsplätzen weltweit bei Bombardier Transportation verkündet.

Quelle: G Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachse