Entgelt für Azubis der Metall- und Elektroindustrie steigt

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Auszubildende der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg erhalten mehr Entgelt

Mit Inkrafttreten des ERA-Entgeltabkommens erhalten Auszubildende der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg ab 1. Januar 2018 mehr Entgelt. Am 2. November 2016 wurde dazu erfolgreich in Berlin verhandelt. IG Metall und der Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME) einigten sich über die geforderte prozentuale Anbindung an das Facharbeiter-Eckentgelt.

Der Tarifkompromiss sieht vor, dass die Auszubildenden in Berlin und Brandenburg durchschnittlich rund 2,2 Prozent mehr Geld pro Ausbildungsjahr erhalten. An der Verhandlung der IG Metall nahmen auch junge Metallerinnen und Metaller aus Betrieben in Berlin und Brandenburg teil.

Mit der Anbindung an das Facharbeiter-Eckentgelt ist nun klar, dass die Entgelte nach Tarifrunden regelmäßig angepasst werden. Bisher mussten die Auszubildenden-Entgelte nach Einführung des Entgelt-Rahmen-Tarifvertrags (ERA) extra verhandelt werden.

"Die Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie muss attraktiver werden, um dem kommenden Fachkräftemangel zu begegnen", so Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Wir müssen den Herausforderungen wie Digitalisierung mit sehr guter Aus- und Weiterbildung begegnen. Mit der Eckanbindung an das Facharbeiterentgelt haben wir einen wichtigen Schritt gemacht. Die Verhandlungen waren nicht leicht, aber mit den Arbeitgebern sind wir uns einig, dass der heute erzielte Kompromiss ein positives Signal für die junge Generation ist."

Hintergrund:

Im Mai hatten VME und IG Metall am Ende der Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie eine Gesprächsverpflichtung zum Thema der Azubi-Entgelte vereinbart. Die IG Metall forderte eine überproportionale Steigerung der Vergütung der Auszubildenden in Berlin und Brandenburg und dann prozentual eine Anbindung an das Facharbeiter-Eckentgelt. Die rund 2000 Auszubildenden in Berlin und Brandenburg verdienen bislang rund 25 Euro weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in Sachsen.

Quelle: IG Metall