Waggonbau Niesky schliesst lukrative Verträge ab

Waggonbau Niesky in China

China-Reise: Waggonbau Niesky schließt zwei Verträge über 10 Millionen Euro

Nach dem Bildungswerk der sächsischen Wirtschaft (BSW) konnte gestern auch die WBN Waggonbau Niesky GmbH lukrative Verträge in China abschließen. CEO Thomas Steiner und Prokurist Peter Schulze unterschrieben in Shanghai im Beisein von Wirtschaftsminister Martin Dulig zwei Verträge im Wert von insgesamt knapp 10 Millionen Euro.

Thomas Steiner: "Im Vertrag mit der CRRC Taiyuan aus der Shanxi Provinz geht es um die Lieferung von Schweissbaugruppen aus China nach Niesky und um Technologietransfer bzw. Ingenieurleistungen, welche die WBN für CRRC erbringen wird." Der Vertrag beinhaltet u.a. auch die Lieferung von Spezialbauteilen für Ladebühnen für Auto-Transportwaggons nach Niesky. Insgesamt sollen so in Ostsachen 200 Autotransport-Waggons entstehen.

Einige Stunden zuvor wurde auch eine langfristige Kooperation mit dem an der Börse Shanghai notierten Mischkonzern NORINCO Group vereinbart. "Gelungen ist WBN dies durch die politische Flankierung insbesondere in Person des Staatsministers Martin Dulig", so CEO Steiner. Die WBN ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller für Spezial- und Güterwaggonbau in Deutschland. Auf dem chinesischen Markt ist das Unternehmen erst seit diesem Jahr unterwegs.

Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Diese beiden Verträge sind ein gutes Zeichen für die gesamte Region in Ostsachsen. Gerade den industriell-gewerblichen Teil unserer Wirtschaft wollen wir stärken. Dies schafft Perspektiven für die Zukunft. Die Verträge sind für mich gute Nachrichten, die wir aus China mit nach Sachsen bringen.

Vor der Rückreise am morgigen Freitag nach Dresden, zog Wirtschaftsminister Martin Dulig eine kurze Bilanz seiner China-Reise: "China befindet sich in einem Umbruch. Es hat in den vergangenen Jahren eine Veränderung im Wachstum der Wirtschaft gegeben. Nach einer Phase des ungezügelten Wachstums im zweistelligen Bereich, sinkt das Wirtschaftswachstum langsam auf Normalwerte, die aber immer noch deutlich über europäischem Niveau liegen. China ist ein großer Markt, auf dem es sich für Sachsens Unternehmer lohnt, aktiv zu sein." Nicht ohne Grund sei die Volksrepublik Sachsens Handelspartner Nummer eins. "Wir haben in dieser Woche erfolgreiche Gespräche geführt, Verträge abgeschlossen, neue Kontakte aufgebaut und chinesischen Investoren gezeigt, dass es auch für sie attraktiv sein kann, in Sachsen aktiv zu werden. Wirtschaft ist ein Wechselspiel und das sächsische-chinesische funktioniert sehr gut", so der Minister weiter

Hintergrund

Zwischen Sachsen und der Volksrepublik China bestehen bereits seit Anfang der 90er-Jahre intensive Beziehungen durch regelmäßige Delegationsreisen und Besuche von Messen und Konferenzen. Bereits im Vorjahr weilte Minister Dulig mit einer Delegation von Politikern und Unternehmern in Hubei.

Die Partnerschaft zwischen dem Freistaat Sachsen und der Provinz Hubei geht auf eine sächsische Initiative zurück. Ziel der Vereinbarung, die am 29. Juni 2007 unterzeichnet wurde, ist die politische Begleitung wirtschaftlicher Aktivitäten der sächsischen Unternehmen in Hubei/China. Gemeinsame Vorteile sollen dabei durch Kooperation und Austausch in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Umweltschutz, Forschung, Bildung, regenerative Energien, Energieeffizienz, Wissenschaft, Technologie und Fortbildung von Fach- und Führungskräften entstehen.

Derzeit gibt es in Sachsen 15 chinesische Investoren, die sächsische Unternehmen übernommen haben. Diese haben zusammen 3.650 Beschäftigte.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr