Meine Zukunft: Chefin im Handwerk

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Eröffnung der Roadshow der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) im Gründungszentrum Zukunft Lausitz

Arbeitsministerin Diana Golze: Chefinnen im Handwerk sind Vorbild

"Wir brauchen noch mehr Beispiele von Gründerinnen, die Mut machen und ihren Weg gehen" sagte Arbeitsministerin Diana Golze zur Eröffnung der Roadshow der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) "Meine Zukunft: Chefin im Handwerk" heute im Gründungszentrum Zukunft Lausitz. Die Roadshow tourt derzeit durch ganz Deutschland und ist bis Ende November in Cottbus zu Gast. Portraitiert werden 6 Chefinnen im Handwerk aus dem gesamten Bundesgebiet in Bild und Ton. Diana Golze weiter: "Trotz guter Ausbildung wird nur rund jedes 3. Unternehmen in Brandenburg von einer Frau geführt. Ich wünsche mir nicht nur, dass der Frauenanteil in der Unternehmerschaft weiter steigt und Selbständigkeit auch für Frauen selbstverständlich eine Erwerbsalternative neben der abhängigen Beschäftigung wird. Ich wünsche mir auch, dass junge Menschen ihre Berufswahl immer weniger nach überholten Geschlechterrollenbildern und immer öfter nach ihren Neigungen und Interessen treffen. Mit zielgerichteten Angeboten bei der Berufsorientierung wie dem Zukunftstag für Jungen und Mädchen unterstützt das MASGF junge Menschen dabei, ihre Interessen und mögliche Berufsperspektiven selbst zu entdecken."

Laut KFW-Gründungsmonitor 2016 lag die Beteiligung von Frauen an der Gründungstätigkeit in Deutschland im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge auf Rekordniveau: Seit 2013 machen Selbstständigkeiten von Frauen 43 % aller Existenzgründungen aus.

Diana Golze: "Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung oder für eine Selbständigkeit im Handwerk. Sie wollen unabhängig sein und sich selbst verwirklichen. Sie lieben die berufliche Herausforderung und genießen auch flexible Arbeitszeiten. Damit sich dieser Trend fortsetzt, rühren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Gründungszentrum Zukunft Lausitz ordentlich die Werbetrommel, um junge Frauen für die Verwirklichung ihrer kreativen Ideen im Rahmen einer Geschäftsgründung auch im Handwerk zu gewinnen - damit Handwerk keine Männerdomäne bleibt."

Allein im Zeitraum zwischen 2001 und 2014 wurden im Rahmen der Gründungsförderung des Arbeitsministeriums (Förderung von Qualifizierungs- und Coachingmaßnahmen bei Existenzgründungen) über 21.300 Gründungswillige beraten. Knapp 15.000 der betreuten Gründerinnen und Gründer haben sich selbständig gemacht. Davon waren 41 % Frauen.

Diana Golze: "Frauen gründen anders. Sie planen umsichtig und langfristig, manchmal vorsichtiger und oftmals mit weniger finanziellen Mitteln. Aber sie gründen oft auch nachhaltiger. Im Rahmen des 10. Unternehmerinnen- und Gründerinnentages im Mai konnte ich mich vom unternehmerischen Mut, der Vielfalt und Kreativität Brandenburger Unternehmerinnen überzeugen. Sie stehen ihren männlichen Kollegen in nichts nach, außer vielleicht gelegentlich in Sachen Selbstvermarktung."

Über die gemeinsame Richtlinie des Arbeits- und des Wirtschaftsministeriums des Landes Brandenburg zur Förderung von Qualifizierungs- und Coachingmaßnahmen bei Existenzgründungen (Existenzgründungsrichtlinie) werden 3 Gründungswerkstätten für junge Menschen im Land Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert (je eine pro Kammerbezirk). Für die Region des Kammerbezirkes Cottbus ist es das "Gründungszentrum Zukunft Lausitz" (ehem. Gründerwerkstatt Zukunft Lausitz) mit Hauptsitz in Cottbus. Die Gründungswerkstätten unterstützen junge Menschen auf Ihrem Weg in die Selbständigkeit. Sie erfahren dort unter Leitung erfahrener Trainer und Coaches, was für die Gründung eines Unternehmens wichtig ist. Durch individuelle qualifizierende Beratung und sozialpädagogische Betreuung ist auch eine Entwicklung anderer beruflicher Perspektiven möglich. Die Unterstützung der beruflichen Selbständigkeit hat Vorrang. Zielgruppe sind erwerbslose junge Leute bis 30 Jahre. Sie müssen ihren Hauptwohnsitz im Land Brandenburg haben und dort eine Gründung beabsichtigen. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine Gründungsidee sind Voraussetzung. Weitere Informationen zum ESF gibt es im Internet unter www.esf.brandenburg.de.

Die bundesweite Gründerinnenagentur (bga) ist das erste und einzige deutschlandweite Kompetenz- und Servicezentrum zur unternehmerischen Selbständigkeit von Frauen über alle Branchen und Phasen der Existenzgründung, Festigung und Unternehmensnachfolge. Die bga ist Ansprechpartnerin für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Gründerinnen und Übernehmerinnen und bündelt Kontakte und Informationen zu Experten und Expertinnen, Studien, Beratungseinrichtungen und Netzwerken in ganz Deutschland.

Die Roadshow "Meine Zukunft: Chefin im Handwerk" ist ein Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie informiert über die wichtigsten Aspekte von der Unternehmensgründung bis hin zur Unternehmensnachfolge.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Brandenburg