686.000 Euro für mehr Dorfleben in der Lausitz

Mehr Dorfleben in der Lausitz

Förderschecks für Hofladen, Kulturzentrum und Mehrzweckhäuser in Heinersbrück, Großräschen und Kostebrau

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger wird am kommenden Donnerstag (3. November) drei Zuwendungsbescheide für Maßnahmen der ländlichen Entwicklung in Höhe von insgesamt rund 686.000 Euro ausreichen.

Hofladen Heinersbrück

In Heinersbrück (Landkreis Spree-Neiße) wird Minister Vogelsänger einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 61.000 Euro (49.000 EU-Mittel und 12.000 Landesmittel) an Ralf Gründer überreichen. Die Gesamtkosten betragen rund 163.000 Euro. Mit dem Neubau des Hofladens mit Lagerraum in Heinersbrück soll für die Region eine neue Einkaufsmöglichkeit zur Nahversorgung mit regionalen Produkten von Kooperationspartnern, Waren des täglichen Bedarfs und Produkten aus der eigenen gartenbaulichen Produktion und Verarbeitung von Obst, Beeren und Kräutern geschaffen werden. Die Beschriftung der Produkte erfolgt auch in sorbisch/wendischer Sprache.

Mit dem Laden soll zugleich ein Kommunikationsort in der Gemeinde geschaffen werden. Besonderes Augenmerk wird bei der Gestaltung auf die älter werdende Dorfbevölkerung und auf barrierefreien Zugang gelegt.

Kulturzentrum Großräschen

Im Anschluss wird Vogelsänger in Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) erwartet. Dort wird er an den Bürgermeister Thomas Zenker einen Förderbescheid in Höhe von rund 174.000 Euro (EU-Mittel) für die Erneuerung des Kulturzentrums Friedhofstraße überreichen. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme betragen rund 255.000 Euro.

Die Friedhofstraße verbindet die Innenstadt mit den nördlichen Siedlungsgebieten. Zudem ist Sie mit der Kirche, dem Vereinssportgelände, der freiwilligen Feuerwehr sowie Ärzten und Apotheke ein kulturelles Zentrum von Großräschen.

Mit den Fördermitteln werden die Heizungsanlage des Sport- und des Feuerwehrgebäudes energieeffizient erneuert. Zudem wird die Fassade des Sportgebäudes energetisch saniert. Beide Gebäude sind im Stadtgefüge wichtige Kommunikationsorte. Sie werden durch die freiwillige Feuerwehr und ehrenamtliche Vereine genutzt. Die Feuerwehr Nord engagiert sich mit einer Kinder- u. Jugendfeuerwehr und ist dafür der zentrale Anlaufpunkt in der Stadt.

Der gemeinnützige Sportverein bietet unter anderem Fußball, Kegeln, Kraftsport, Volleyball und Tennis an. Zwischen Sozialarbeit, Sportverein und den Schulen erfolgt eine abgestimmte Zusammenarbeit.

Mehrzweckhäuser in Kostebrau

Als dritte Station wird Minister Vogelsänger den Ortsteil Kostebrau der Gemeinde Lauchhammer (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) besuchen, wo er an Bürgermeister Roland Pohlenz einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 450.000 Euro (EU-Mittel) für die barrierefreie und energetische Sanierung des Ortsteilzentrums übergeben wird. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 691.000 Euro.

Die Gebäudekomplexe einer ehemaligen Schule und KITA werden gegenwärtig von ortsansässigen Vereinen genutzt. Sie stellen das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens im Ortsteil Kostebrau dar. Dort werden soziale Kontakte gepflegt und dörfliche sowie regionale Traditionen gepflegt.

Die in Kostebrau bestehenden Vereine haben insgesamt 251 Mitglieder. In Eigenregie der Vereine wurden bereits innerhalb der bestehenden baulichen Hülle zahlreiche Räume renoviert und für die Vereinsnutzung hergerichtet. Im harmonischen Nebeneinander nutzen der Jugendclub und der Seniorenclub die ehemaligen Klassenräume im Mehrzweckhaus 1.

Die im gleichen Gebäude befindliche Mehrzweckhalle bildet das Herzstück des Ortsteilzentrums. Dort findet der ganzjährliche Trainingsbetrieb in Tischtennis, Gymnastik und Volleyball statt, dort probt auch die Funkengarde des Karnevalsclubs. Das Mehrzweckhaus 2 nutzen der Kultur- und Heimatverein, der Förderverein Kostebrau sowie der Ortsbeirat.

Zur Aufrechterhaltung der bestehenden Nutzung werden die Gebäudehüllen saniert. Zur nachhaltigen Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz wird die Heizungsanlage erneuert. Bei der Sanierung der Gebäude werden behindertengerechte Zugänge und barrierefreie WC-Anlagen geschaffen.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg