Sanierungsplan Betonwerk Zernsdorf

Für Betonwerk Zernsdorf liegt verbindlicher Sanierungsplan vor

Das Umweltamt des Landkreises Dahme-Spreewald informiert: Die Zernsdorfer werden es mit Sicherheit bereits bemerkt haben, seit einigen Monaten herrscht auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerkes in Zernsdorf am Krüpelsee ein geschäftiges Treiben. Der Großteil der ehemals vorhandenen Gebäudes ist bereits abgerissen, der letzte große Schornstein wurde im Beisein einiger interessierter Anwohner gesprengt.

Die "Wohnen am See Zernsdorf GmbH" hat das Ziel, die Fläche - ähnlich wie bereits das nahe gelegene Schwellenwerksgelände - zu sanieren und für eine anschließende Wohnnutzung für Form von Ein- und Mehrfamilienhäusern vorzubereiten.

"Durch die jahrzehntelange Nutzung des Betonwerksgeländes ist es beispielsweise durch Teeröle, die als Schutzanstrich und in der Produktion von Dachpappen verwendet wurden, zu schädlichen Bodenveränderungen und einer Verunreinigung des Grundwassers auf dem ehemaligen Betonwerksgelände gekommen" erläutert Robert Krowas von der zuständigen unteren Bodenschutzbehörde des Landkreises. Die GKU GmbH Planungs- und Sanierungsgesellschaft als beauftragtes Gutachterbüro hat im Rahmen der durchgeführten Sanierungsuntersuchung einen Sanierungsplan erarbeitet und diesen der zuständigen Behörde zur Bestätigung vorgelegt.

Nach Einbeziehung der Träger öffentlicher Belange (Wasserbehörde, Immissionsschutz, Arbeitsschutz u.a.) wurde der Sanierungsplan unter einigen Auflagen und Hinweisen durch die Bodenschutzbehörde für verbindlich erklärt. "Der Sanierungsplan gibt vor, wie die vorhandenen schädlichen Bodenveränderungen zu sanieren sind, damit dauerhaft keine Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für den Einzelnen oder die Allgemeinheit bestehen, wie es im bodenschutzrechtlichen Fachjargon heißt." so Krowas weiter. Da die Sanierung des Grundwassers nicht mit verhältnismäßigen Mitteln durchgeführt werden kann, wurden vorsorglich einige Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens vorgesehen. So ist die Nutzung des Grundwassers nur im Einzelfall nach Zustimmung der unteren Wasserbehörde des Landkreises möglich.

Die Sanierung und Nachnutzung solcher seit längerer Zeit brachliegender Gewerbeflächen ist äußerst wünschenswert. "Hier wird ein sinnvoller Beitrag dazu geleistet, die umliegende Landschaft zu erhalten in dem keine neuen Flächen für Siedlungszwecke umgenutzt werden. Der Zersiedlung wird entgegengewirkt und die Fläche wieder einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt." so Krowas abschließend.

Die Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald wird die Öffentlichkeit weiter informieren.

Video zum ehemaligen MBS Betonwerk Zernsdorf

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald