Russlandreise von Wirtschaftsminister Dulig: Der 3. Tag

Dritter Tag der Russlandreise: Minister Dulig trifft Regierungsvertreter und Oppositionspolitiker in Moskau

Nach je einem Tag in Samara und Togliatti reiste Wirtschaftsminister Martin Dulig mit einem Teil seiner 41-köpfigen Delegation am gestrigen Abend weiter in die russische Hauptstadt Moskau.

Einem kurzen Stadtrundgang folgte zunächst ein Treffen der Delegation mit dem Deutschen Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, bevor ein Termin im russischen Ministerium für Industrie und Handel auf dem Plan stand. Mit dem engsten Beraters des Industrieministers Denis Manturow, Victor Semenov, sprach Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig darüber, wie die sächsischen Unternehmen die Handelsbeziehungen mit Russland trotz der schwierigen Rahmenbedingungen in Russland vertiefen können. Minister Dulig: "Das Industrieministerium hat uns angeboten, dafür eine Vereinbarung mit Russland zu schließen. Wir werden dieses Angebot nun wohlwollend prüfen." Anknüpfungspunkte sieht der Minister beispielsweise in den Branchen Automobil- und Leichtbau, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Luft- und Raumfahrtechnik.

Bei einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung Moskau organisierten Gesprächsrunde mit dem Thema "Die politische Situation in Russland nach den Duma-Wahlen" traf die Delegation danach unter anderem auf den Oppositionspolitiker und ehemaligen Duma-Abgeordneten Dmitry Gudkov. Er wurde von der Ta-geszeitung taz als "letzte Gegenstimme" Putis bezeichnet, weil er bereits im Jahr 2012, während eines Auftritts vor dem US-Kongress, den beschleunigten Demokratieabbau nach Wladimir Putins Rückkehr ins Präsidentenamt 2012 kritisierte.

Zum Abschluss der Delegationsreise luden die Tourismus Marketing Gesell-schaft Sachsen und der Deutschen Zentrale für Tourismus Moskau zu einer Abendveranstaltung, bei der Minister Dulig für den Tourismusstandort Sachsen warb.

Hintergrund:

Wirtschaftsminister Martin Dulig weilt vom 17. bis 21. Oktober 2016 mit einer 41-köpfigen Delegation von Vertretern aus Politik und Wirtschaft in der Russischen Förderration und besucht dort die Städte Samara, Togliatti und Moskau. Ziel der Reise ist es, bestehende wirtschaftliche Beziehungen zu festigen und neue Kontakte zu knüpfen. Russland steht derzeit auf Platz 15 der wichtigsten Exportländer Sachsens. 2015 sind die Exporte nach Russland um 15 Prozent zurückgegangen und betrugen 952 Mio. Euro. Hauptexportgüter sind Er-zeugnisse des Kfz- und Maschinenbaus.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr