Bautzen: 55,6 Millionen für Breitbandausbau

Breitbandausbau in der Oberlausitz

Förderbescheide für Breitbandausbau an Landrat von Bautzen übergeben

Staatsekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Staatsregierung für Digitales, hat heute Förderbescheide in Höhe von 55,6 Millionen Euro an den Landrat des Landkreises Bautzen, Michael Harig, übergeben. Der Landkreis hatte sich zu mit mehreren Vorhaben erfolgreich beim zweiten Aufruf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Förderung des Breitbandausbaus beteiligt und vom Bund eine Förderung in Höhe von bis zu 119,4 Millionen Euro erhalten. Der Landkreis Bautzen plant mit diesem Geld die Versorgung mit Hochgeschwindigkeitsbreitband im Bereich von 100 Mbits/s deutlich zu verbessern. Der Freistaat kofinanziert diese Vorhaben.

Staatssekretär Stefan Brangs: "Der Landkreis Bautzen macht damit einen wichtigen Schritt ins digitale Zeitalter. Damit die vielfältigen Chancen der Digitalisierung genutzt werden können, brauchen alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einen leistungsfähigen Breitbandanschluss. Nur, wenn Kommunen und Freistaat in für Telekommunikationsunternehmen unwirtschaftlichen Regionen eng zusammenarbeiten, können wir unsere Ziele beim Breitbandausbau erreichen. Deshalb stocken wir den Förderanteil für kommunale Breitbandprojekte im Freistaat auf bis zu 90 Prozent auf."

Der Freistaat Sachsen hat sich in Übereinstimmung mit dem Bund in einem ersten Schritt zum Ziel gesetzt, bis 2018 die Versorgung mit Hochgeschwin-digkeitsbreitband im Bereich 50 Mbit/s flächendeckend zu verbessern. Bis 2025 sollen mit den nächsten Schritten mindestens 100 Mbit/s flächendeckend verfügbar sein. Bisher verfügen im Landkreis Bautzen nur 36,7 Prozent der Haushalte über Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von mehr als 50 Mbits/s. Der Landkreis liegt damit bislang noch hinter dem sächsischen Schnitt von 51,5 Prozent.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Landkreis Bautzen beim Breitbandausbau aktiv ist und von Fördermitteln profitiert. Zwischen 2011 und 2013 wurden bereits 14 Millionen Euro aus Mitteln der EU und des Freistaates investiert.

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr