20 Jahre Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

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Regionale Akteure feiern 20 Jahre Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Bad Liebenwerda - Ganz im Zeichen des 20. Geburtstags des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft stand in Doberlug-Kirchhain das diesjährige "Fest der Regionen" des Landkreises Elbe-Elster mit regionalen Akteuren.

Grund zum Feiern gibt es reichlich. Denn der südlichste Brandenburg Naturpark, dessen Keimzelle der ehemalige Truppenübungsplatz in der Liebenwerdaer Heide war, ist ein wichtiger Motor für die Entwicklung der Region. Die ehemals militärischen Offenflächen wurden zu einer gepflegten Heidelandschaft mit naturschutzfachlicher und touristischer Relevanz entwickelt und gehören heute zum "Nationalen Naturerbe". Auch die Wunden des Braunkohlenbergbaus schließen sich und bieten der Natur und Erholungssuchenden einzigartigen Freiraum. Flüsse wurden renaturiert, der Wasserhaushalt in Mooren stabilisiert und selbst das zwischenzeitlich ausgestorbene Wappentier - der Auerhahn - lebt wieder in den großen Wäldern der Region.

Für die regionalwirtschaftliche und touristische Entwicklung ist der Naturpark wichtiger Katalysator. Die Entwicklung der von ihm initiierten "Regionalen Speisekarte" brachte Land- und Gastwirte zusammen und lockt seit 16 Jahren erfolgreich Feinschmecker und Verehrer der einheimischen Küche an. Das sichert Arbeit bei Erzeugern und Verarbeitern. Regionale Produkte wie Heidebräu, Heidehonig und hochprozentiges aus Streuobstwiesen werden gern gekauft oder verschenkt. Heidelammwochen, Apfelwochen oder Karpfenwochen setzen kulinarische Akzente.

Die wirtschaftlichen Effekte belegte im Jahre 2015 überzeugend eine betriebswirtschaftliche Untersuchung durch das Münchner Unternehmen dwif consulting. Berechnet wurde dabei für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft unter anderem eine Beschäftigungswirkung durch initiierte Projekte von 116 Arbeitsplatzäquivalenten. Zugrunde gelegt wurde der Berechnung die ermittelte Wertschöpfung dividiert durch durchschnittliches Bruttoeinkommen. Für den regionalen Tourismus konnten zusätzlich 106 Arbeitsplatzäquivalente direkt dem Naturpark zugeordnet werden. Eine Bilanz, die sich im ländlichen Raum sehen lassen kann.

All diese Erfolge haben längst auch die Bewohner der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft überzeugt. Auf die Frage: "Wenn am nächsten Sonntag über den Fortbestand des Naturparks abgestimmt werden würde, wie wäre Ihre Haltung?", erklärten bei einer repräsentativen Umfrage der Universität Greifswald 91 Prozent der Befragten, sicher für den Naturpark zu stimmen. Gegenstimmen gab es keine.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg