BER Flugzeiten - Wirtschaft warnt vor Kurswechsel

Flughafen BER

UVB und IHK Cottbus: Politik muss bei Tagesrandzeiten verlässlich bleiben

Die vereinbarten Start- und Landezeiten am künftigen Flughafen BER dürfen nicht angetastet werden. Diesen Appell richten die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus und an die Politik in beiden Bundesländern.

"Der Flughafen, die Fluggesellschaften und die Unternehmen der Branche brauchen Planungssicherheit. Es gibt keinen Anlass, den bisherigen Kompromiss zu Flügen in den Tagesrandzeiten in Frage zu stellen", sagte UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck. "Das bestehende Nachtflugverbot ist bereits ein Ausgleich zwischen den Interessen der Anwohner und der Flughafengesellschaft", erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Krüger.

Nur mit den vereinbarten Flugzeiten werde der BER international konkurrenzfähig sein, erklärten UVB und IHK weiter. "Wir brauchen transkontinentale Verbindungen mit Destinationen in andere Zeitzonen. Wenn die Politik nun einen Richtungswechsel vornimmt, ist fraglich, ob der BER in Europa und darüber hinaus ein Luftfahrtstandort von Gewicht werden wird", befanden die beiden Verbandsvertreter.

Am BER hätten Berlin, Brandenburg und der Bund viel Geld investiert. "Diese Investitionen müssen sich so schnell wie möglich auszahlen - durch Wirtschaftswachstum und eine Entwicklung in der gesamten Region", sagte Dr. Krüger. Die Politik müsse zu der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 13. Oktober 2011 stehen. Diese stelle bereits einen umfassend abgewogenen Kompromiss zum Thema Nachtflug dar.

UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck sagte weiter: "Die Eröffnung des BER ist immer wieder verschoben worden, bereits das hat viel Geld gekostet. Den Flugbetrieb nun weiter einzuschränken, wäre schlecht für die Wirtschaftlichkeit. Das können wir uns nicht leisten. Nur wenn die Politik den BER stärkt, kann er zum erhofften Jobmotor für die gesamte Hauptstadtregion werden und zusätzliche Investitionen anziehen." Statt die Luftverkehrswirtschaft zu behindern, sollten sich Berlin und Brandenburg für eine Entlastung der heimischen Airlines einsetzen. "Eine Abschaffung der Luftverkehrsteuer würde den Fluggesellschaften Spielraum geben, um mehr Geld in neues und lärmärmeres Fluggerät zu investieren."

Quelle: Industrie- und Handelskammer Cottbus