Digitalisierung in kleine Unternehmen

Digitalisierung in kleine Unternehmen

Auch kleine Unternehmen müssen die Chancen der Digitalisierung für sich nutzen

Wirtschaftsminister besucht "2. Colloquium Industrielle IT"

"Das verarbeitende Gewerbe und die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche müssen noch stärker zusammen arbeiten." Das erklärte Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Albrecht Gerber am Donnerstag auf dem "2. Colloquium Industrielle IT" (CIIT) auf dem Gelände von Mercedes Benz in Ludwigsfelde.

"Mercedes Benz ist ein industrieller Leuchtturm in Brandenburg und ein Vorreiter, wenn es um die Digitalisierung von Produktionsabläufen geht", sagte Gerber. Aber die meisten Betriebe im Land hätten Schwierigkeiten damit, die Digitalisierung in Angriff zu nehmen. Denn 95 Prozent der Unternehmen seien kleine und mittlere Betriebe mit zumeist weniger als 50 Beschäftigten. "Für diese Unternehmen ist es schon aus Ressourcengründen sehr viel schwieriger, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen", erklärte der Minister. Die Landesregierung unterstützt den notwendigen Veränderungsprozess. Das vor über einem Jahr zu diesem Zweck gegründete "Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg" (IMI) an der BTU Cottbus-Senftenberg habe bereits Kontakt zu mehr als 100 Unternehmen. Dort werde Betrieben etwa bei der Optimierung ihrer Lagerhaltung, Auftragsverfolgung oder Energieeinsparung geholfen. Zudem habe das Wirtschaftsministerium maßgeschneiderte Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt. Als Beispiele führte Gerber den "Brandenburger Innovationsgutschein" an oder das Programm "ProFit", mit dem industrielle Forschung und experimentelle Entwicklungen unterstützt werden.

Das Colloquium für industrielle IT, zu dem sich knapp 100 Unternehmen angemeldet hatten, wird vom Verband der Software-, Informations- und Kommunikations-Industrie Berlin und Brandenburg e. V. (SIBB) und vom IMI Brandenburg veranstaltet.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg