Karpfenwochen in Peitz starten

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Dritte Peitzer Karpfenwochen vom 19.09.2016 - 13.11.2016: So schmeckt der Peitzer Karpfen!

Peitz - Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger wird am kommenden Freitag (23. September) im Hüttenwerk Peitz die Dritten Peitzer Karpfenwochen eröffnen. Unter dem Motto "So schmeckt der Peitzer Karpfen" werden in vielen Restaurants in Peitz und Umgebung ab Freitag regionale Karpfengerichte angeboten. Gäste und Besucher können sich von der Vielfalt der Zubereitungsmöglichkeiten überraschen lassen und Wissenswertes über die Karpfenteichwirtschaft und Fischzucht erfahren.

Bei der Eröffnungsveranstaltung mit etwa 30 geladenen Gästen im Hüttenwerk Peitz wird es neben zahlreichen Informationen zur Karpfenzucht in Brandenburg, einem Film zu den Peitzer Karpfenwochen und verschiedenen Projektvorstellungen auch neue Karpfenrezepte und natürlich Kostproben geben.

Die Teichgut Peitz GmbH - neben dem Förderverein Hüttenwerk Peitz e. V. und dem Amt Peitz eine der Mitinitiatoren - bewirtschaftet rund 1.300 Hektar Teichfläche. 2015 wurden dort 463 Tonnen Speisekarpfen und 68 Tonnen Satzkarpfen aus dem Wasser geholt. Der Peitzer Karpfen ist eine über Jahrhunderte entwickelte spezielle Zuchtform des Spiegelkarpfens und zeichnet sich durch wenig Schuppen und festes Fleisch aus.

Die Karpfenteichwirtschaft Brandenburgs ist mit der Brandenburger Geschichte und Kultur seit einem halben Jahrtausend fest verbunden. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der Karpfen als Fleischersatz zum großen Renner in christlichen Fastenzeiten. So ist es auch zu erklären, dass sich viele Teichwirtschaften ganz in der Nähe von alten Klöstern befinden.

Heute bewirtschaften in Brandenburg 30 Haupterwerbsbetriebe knapp 4.000 Hektar der einst künstlich angelegten Teichflächen. Einzelne, nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand zu erhaltene Teichflächen, mussten in den letzten Jahren aus betriebswirtschaftlichen Gründen aufgegeben werden. Dies ist umso bedauerlicher, da Teiche nicht allein nur der ökologisch verträglichen Karpfenproduktion dienen. Sie sind auch Lebensraum für eine Vielzahl anderer, zum Teil bedrohter Pflanzen- und Tierarten.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg