Innovationsregion Lausitz GmbH startet Unternehmensbefragung

Unternehmensbefragung zum Strukturwandel in Sachsen startet

Innovationsregion Lausitz befragt Unternehmen über Ländergrenzen hinweg

Unternehmensbefragung zum Strukturwandel startet im Freistaat Sachsen und Land Brandenburg

Mit dem Auftrag der Länder Sachsen und Brandenburg werden erstmals 20 vom Strukturwandel betroffene Unternehmen im sächsischen Teil der Lausitz zum Thema Strukturwandel befragt. "Es ist ein Grenzüberschritt in mehrfacher und positiver Hinsicht", so Dr. Hans Rüdiger Lange, Geschäftsführer der Innovationsregion Lausitz GmbH, über das jetzt gestartete Projekt.

Die Innovationsregion Lausitz GmbH (iRL) befragt Unternehmen, die direkt vom Strukturwandel betroffen sind. An dem Projekt wirken folgende Partner mit: die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, die Hochschule Zittau/Görlitz sowie die Industrie- und Handelskammern (IHKs) aus Dresden und IHK Cottbus.

Die Unternehmensumfrage gilt als Brückenschlag zur bereits im vergangenen Jahr vollzogenen Umfrage im Brandenburger Teil der Lausitz und wird nun auf dieser Basis auf die sächsische Seite übertragen. Finanziert wird dieser zweite Teil der Befragung durch das Wirtschaftsministerium des Freistaates Sachsen. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD): "Es ist uns wichtig zu erfahren, welche Sorgen und Nöte Unternehmen in der Lausitz haben. Als Regierungen werden wir die gesamte Region gemeinsam unterstützen, um den langwierigen Prozess des Strukturwandels gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort erfolgreich zu gestalten."

Für die Unternehmensumfrage wurde ein Team aus Wissenschaftlern sowie Mitarbeitern der iRL und der IHKs zusammengestellt, das die Umfrage methodisch und organisatorisch über einen Zeitraum von etwa drei Monaten durchführen wird. In strukturierten Interviews soll eine erste wissenschaftliche Auswertung der Einschätzungen von Unternehmen zum Strukturwandel entstehen.

"Diese Studie in Sachsen vervollständigt und ergänzt um eine neue Perspektive, was wir an ausgewertetem Material auf der brandenburgischen Seite haben. Wir hoffen auf eine bessere Vergleichsbasis und ein vollständigeres Bild zum Strukturwandel in der Lausitz", so Dr. Lange. "Schon allein die Zusammenarbeit mit Experten sowie den Trägern der Hochschulen aus Sachsen und Brandenburg ist ein weiterer Innovationsschritt für die Region: Die Lausitz wird im Anbetracht des Strukturwandels als Ganzes betrachtet. Dieses Denken über die Länder- und Kammergrenzen mit ihren unterschiedlichen Förderkonzepten hinweg ist enorm wichtig, da die Herausforderungen einheitlich sind und gemeinsam schlichtweg mehr erreicht werden kann."

Die Ziele des Projektes sind es, weitere Forschungsfragen mit dem Schwerpunkt Strukturwandel zu erarbeiten sowie ein besseres Verständnis zu den Themen und Herausforderungen zu erhalten. "Darüber hinaus möchten wir ganz konkret die Bedarfe der Unternehmen für eine Begleitung durch den Strukturwandel ermitteln und nach Möglichkeit weitere Projektideen ausmachen."

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr