Roadshow Wirtschaftsschutz in Brandenburg

Roadshow Wirtschaftsschutz in Brandenburg

Roadshow Wirtschaftsschutz in Wildau und Cottbus

Gemeinsames Projekt von Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), Ministerium des Innern und für Kommunales Brandenburg (MIK) und Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gestartet.

Am 5. September 2016 fand die Auftaktveranstaltung zur "Roadshow Wirtschaftsschutz" in der ILB in Potsdam statt. Mit der "Roadshow Wirtschaftsschutz" möchten BfV, MIK, ILB mit Unterstützung der Polizei Brandenburg und des Bundeskriminalamtes (BKA) über die vielschichtigen Gefahren für die Wirtschaft und Risikoszenarien informieren. Es werden praxisnahe Handlungsempfehlungen gegeben und Fördermöglichkeiten vorgestellt.

Herr Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der ILB eröffnete die Auftaktveranstaltung zur "Roadshow Wirtschaftsschutz" in Brandenburg. In seinem Eingangsstatement warb er vor etwa 100 Teilnehmern von Unternehmen, Verbänden, Politik und Sicherheitsbehörden für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema. "Im Zeitalter der Industrie 4.0 betrifft Cyberkriminalität nicht nur Start-ups mit digitalen Geschäftsmodellen, sondern auch klassische KMUs und Handwerksbetriebe. Wir wollen die Brandenburger Unternehmen dafür sensibilisieren und auch auf geeignete Fördermöglichkeiten hinweisen. Daher freuen wir uns sehr, mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Ministerium des Innern und für Kommunales die richtigen Partner für dieses neue Angebot gewonnen zu haben", so Stenger.

Die Keynote sprach der Innenminister des Landes Brandenburg, Herr Karl-Heinz Schröter. Er rief insbesondere die hoch innovativen mittelständischen Unternehmen auf, sich stärker gegen Ausspähattacken fremder Nachrichtendienste zu schützen. "Es sind neben unserer Infrastruktur vor allem die so genannten Hidden Champions, die Begehrlichkeiten und Interesse ausländischer Nachrichtendienste wecken - also Unternehmen, die auf ihrem Gebiet Weltmarktführer sind, die aber der Öffentlichkeit kaum bekannt sind." Schröter betonte weiter: "Wirtschaftsschutz ist zuallererst eine ureigene Aufgabe der Unternehmen. Schützen Sie Ihr Know-How, Ihr Kapital, Ihre Technologie, Ihre Forschungsergebnisse, Ihre Infrastruktur, Ihre Kunden und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Das kann im Extremfall über Fortbestand oder Untergang entscheiden. Wir wollen dabei Ihr Partner sein." Unternehmen sollten deshalb keine Scheu haben, beim Verdacht einer Ausspähung an den auch für Spionageabwehr zuständigen Verfassungsschutz heranzutreten.

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Herr Dr. Hans-Georg Maaßen, informierte in seiner Rede über die aktuellen Trends und Risiken auf dem Gebiet der Wirtschaftsspionage. Zugleich warb er für die "Initiative Wirtschaftsschutz", die künftig die gemeinsamen Aktivitäten von Staat und Wirtschaft zur Abwehr von Wirtschaftsspionage bündelt: "Ein Zusammenwirken von Staat und Wirtschaft ist unverzichtbar. Wir haben ein gemeinsames Ziel: ein höheres Schutzniveau für die deutsche Wirtschaft. Das BfV möchte mit der Roadshow Wirtschaftsschutz den Dialog mit Unternehmen intensivieren. Wir verstehen uns zugleich als Dienstleister für Wirtschaftsschutz und als Partner der Unternehmen."

Mit Verweis auf das Leitmotiv der Initiative Wirtschaftsschutz "Gemeinsam. Werte. Schützen." möchte das BfV im Sinne eines ganzheitlichen Wirtschaftsschutzes gemeinsam mit den Netzwerkpartnern möglichst umfassend sensibilisieren und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Insgesamt finden vier Veranstaltungen in Brandenburg statt. Neben der Auftaktveranstaltung werden drei weitere Regionalveranstaltungen folgen.

  • 13. September 2016 Uckermärkische Bühnen Berliner Straße 46, 16303 Schwedt/Oder
  • 15. September 2016 Zentrum für Luft- und Raumfahrt III Schmiedestraße 2, 15745 Wildau
  • 16. September 2016 Neues Stadthaus Erich-Kästner-Platz 1, 03046 Cottbus

"Wirtschaftsschutz - Herausforderung und Chance für Unternehmen"

Wirtschaftsspionage, Elektronische Angriffe, Wirtschafts- und Cyberkriminalität sind wachsende Bedrohungen für die deutsche Wirtschaft. Fast jedes zweite Unternehmen ist Opfer von Wirtschaftsspionage. Dabei sind nicht nur große Unternehmen betroffen, sondern gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe. Gleichwohl unterschätzen viele Firmen das Risiko selbst Opfer eines zielgerichteten Angriffs zu werden. Dieser Widerspruch veranschaulicht die bestehende "Sicherheitslücke".

Weiterführende Informationen erhalten Sie auch auf dem gemeinsamen Informationsportal der Initiative Wirtschaftsschutz unter www.wirtschaftsschutz.info

Quelle: Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)