Kitesurfen - Widerspruch aus Boxberg zurückgewiesen

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Landesdirektion Sachsen bekräftigt Kitesurf-Bescheid für Bärwalder See mit allen Auflagen

Die Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen (LDS) hat den Wi­der­spruch der Ge­mein­de Box­berg ge­gen den Be­scheid zur Ge­stat­tung des Ki­tesur­fens auf dem Bär­wal­der See zu­rück­ge­wie­sen. Da­mit be­hält die be­ste­hen­de Er­laub­nis des Ki­tesur­fens ein­schließ­lich al­ler Auf­la­gen ih­re Gül­tig­keit.

Die Ge­mein­de Box­berg woll­te mit dem Wi­der­spruch ei­ne Ent­fris­tung der Ge­stat­tung über das Jah­res­en­de 2016 hin­aus er­rei­chen. Sie be­män­gel­te au­ßer­dem die Auf­la­ge, die für das Ki­tesur­fen frei­ge­ge­be­ne Flä­che mit Ton­nen ab­gren­zen zu müs­sen. Dar­über hin­aus wand­te sich die Ge­mein­de ge­gen die Auf­la­ge, an den Haupt­zu­gän­gen zum Bär­wal­der See mit­tels In­for­ma­ti­ons­ta­feln ei­nen Über­blick über die Sperr- und Nut­zungs­be­rei­che des Ge­wäs­sers zu er­mög­li­chen.

In ih­rer Ent­schei­dung über den Wi­der­spruch legt die LDS dar, dass die Ki­tesurf-Ge­neh­mi­gung nur für ei­nen Zeit­raum er­teilt wer­den kann, für den die Ge­mein­de auch ei­nen Nut­zungs­ver­trag für das Ge­wäs­ser ab­ge­schlos­sen hat. Der von der Ge­mein­de Box­berg in die­sem Zu­sam­men­hang vor­ge­leg­te Ver­trag mit der Lau­sit­zer und Mit­tel­deut­schen Berg­bau-Ver­wal­tungs­ge­sell­schaft mbH (LMBV) en­det je­doch am 31. De­zem­ber 2016. Das Vor­lie­gen ei­nes gül­ti­gen Nut­zungs­ver­tra­ges ist für ei­ne Ver­län­ge­rung der Ge­neh­mi­gung zwin­gen­de Vor­aus­set­zung.

Des Wei­te­ren be­stä­tig­te die Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen, dass die Ki­tesurf-Flä­chen mit Ton­nen zu mar­kie­ren sind. Dies er­gibt sich aus der auf dem Bär­wal­der See gel­ten­den Säch­si­schen Schiff­fahrts­ver­ord­nung. Sach­li­cher Hin­ter­grund sind vor al­lem die vom Ki­tesur­fen aus­ge­hen­den Ge­fah­ren für an­de­re Nut­zer des Sees.

Dem Zweck der Ge­fah­ren­min­de­rung dient auch die Ne­ben­be­stim­mung, In­for­ma­ti­ons­ta­feln zu Sperr- und Nut­zungs­flä­chen auf dem Bär­wal­der See an des­sen Haupt­zu­gän­gen auf­stel­len zu müs­sen. Die Auf­la­ge stellt ein Ent­ge­gen­kom­men ge­gen­über der Ge­mein­de Box­berg dar, denn nur un­ter die­ser Maß­ga­be ist es mög­lich, die Ton­nen zur Mar­kie­rung des Ki­tesurf-Are­als in Ab­stän­den von 300 bzw. 500 Me­tern (und nicht dich­ter) zu set­zen.

Die Ge­mein­de Box­berg kann ge­gen die Ent­schei­dung der LDS Kla­ge beim Ver­wal­tungs­ge­richt Dres­den er­he­ben.

Quelle: Landesdirektion Sachsen