Luckau: Ehemalige chemische Reinigung soll saniert werden

Auf dem Grundstück der ehemaligen chemischen Reinigung in der Karl-Liebknecht-Straße in Luckau wurden seit den 50er Jahren halogenierte Lösungsmittel verwendet. Durch ein Brandereignis und durch undichte Abwasserleitungen konnten im Laufe der Jahre Schadstoffe in den Boden und in das Grundwasser eindringen. Diese Verunreinigungen müssen erkundet werden, um den Standort fachgerecht sanieren zu können.

Inzwischen liegen dem Umweltamt Gutachten zur Sanierungsuntersuchung vor. Daraus geht hervor, dass Schadstoffe auch über die Grundstücksgrenzen hinaus verteilt wurden. "Durch jahreszeitlich unterschiedliche Grundwasserfließrichtungen hat sich keine für halogenierte Kohlenwasserstoffe typische langgestreckte Schadstofffahne ausgeprägt. Vielmehr bildete sich im Grundwasser eine flächenhafte Belastung um den Eintragsort herum. Um die Grundwasserbelastung genauer eingrenzen zu können, wurden in diesem Jahr drei weitere Grundwassermessstellen errichtet", erläutert Robert Krowas von der Unteren Bodenschutzbehörde des Landkreises.

Er betont, dass eine unmittelbare Nutzung des Grundwassers als Brauch- und Trinkwasser sowie zur Gartenbewässerung nicht möglich sei. Ohne geeignete Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung sei eine Verbesserung der Grundwassersituation nicht zu erwarten, auch könne das Grundstück in absehbarer Zeit keiner Nachnutzung zugeführt werden, schätzt der Experte ein.

Im Zuge der Sanierungsuntersuchung würden verschiedene Varianten zur Sanierung des Eintragsortes geprüft. Dabei würde auch die Verhältnismäßigkeit zwischen Reduzierung des Schadens und Kostenaufwand berücksichtigt. Ziel sei es die Quelle so zu sanieren, dass eine nachhaltige Verbesserung der Grundwasserbelastung eintrete.

"Die zuständigen Behörden und Gutachter werden sich nach weiterer Abstimmung auf eine Sanierungsvariante und den genauen Umfang der Sanierung verständigen, dass noch in diesem, spätestens im nächsten Jahr mit der aktiven Sanierung des Standortes begonnen werden kann",
sagt Krowas.

Die Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald wird die Öffentlichkeit weiter informieren.

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald