Arbeitsbesuch in Cottbus

Bauministerin Kathrin Schneider informierte sich bei einem Arbeitsbesuch über den Baufortschritt am Cottbuser Bahnhof und über den künftigen Ostsee. Das Projekt wurde im Juli vom Bundesbauministerium in die "Nationalen Projekte des Städtebaus" aufgenommen.

Bahnhof Cottbus

Die Modernisierung des Bahnhofs Cottbus gehört zu den großen Infrastrukturvorhaben im Land Brandenburg. Das Land fördert das Vorhaben mit rund 13,4 Millionen Euro aus verschiedenen Fördertöpfen. Mit fast 12.000 Fahrgästen weist der Bahnhof nach Potsdam die zweithöchsten Fahrgastzahlen auf.

"Als wichtiger Umsteigeknotenpunkt soll der Bahnhof attraktiv für alle Fahrgäste werden und den Umstieg von Auto, Bus oder Straßenbahn in die Züge erleichtern. Wir haben verschiedene Fördertöpfe gebündelt, um Synergien für die Umsetzung des Gesamtprojektes zu heben. Bahnhof und Bahnhofsvorplatz sollen wieder eine überzeugende Visitenkarte der Stadt Cottbus werden. Im Dezember 2015 war Baustart.", sagte Ministerin Schneider anlässlich des Baustellenbesuchs.

Das Gesamtvorhaben beinhaltet u. a. die Modernisierung und barrierefreie Herstellung der Verkehrsanlagen des Bahnhofes, die Verlängerung des Haupttunnels vom Empfangsgebäude bis zum Bahnsteig 9/10 und zur Wilhelm-Külz-Straße, die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit zentralem Busbahnhof und Straßenbahnanbindung sowie Parkflächen für Autos und Fahrräder. Die Bahnsteige erhalten Witterungsschutzdächer, es wird moderne Wegeleit-, Blindenleit-, Beleuchtungs- und Kommunikationstechnik geben.

Förderdaten:

Bahnhof Gesamtkosten 30 Millionen Euro

  • davon 6,5 Millionen Euro Landesmittel (ÖPNV Förderung)

Bahnhofsvorplatz - Gesamtkosten 10,5 Millionen Euro

  • davon 3,9 Millionen Euro (ÖPNV Förderung) für den Busbahnhof (ZOB)

Tunnel 3,2 Millionen Euro von Bund und Land aus Stadtumbau-Ost

Eingang Nord 1,3 Millionen Euro von Bund und Land aus Stadtumbau-Ost

P&R West 0,6 Millionen Euro von Bund und Land aus Stadtumbau-Ost für den Abriss des ehemaligen Postverteilzentrums und eine Million Euro von EU und Land aus Nachhaltige Stadtentwicklung

Anpassung Straßen (Bahnhofstraße/Vetschauer Straße) 800.000 Euro von Bund und Land

Künftiger Ostsee Cottbus

Das Bundesbauministerium unterstützt den städtebaulichen Wettbewerb für das Hafenquartier am künftigen Cottbuser Ostsee mit 180.000 Euro aus dem Programm "Nationale Projekte des Städtebaus". Aus 118 Vorschlägen wurden 17 Vorhaben in Deutschland ausgewählt, die eine besondere Bedeutung für die städtebauliche Entwicklung haben.

Kathrin Schneider: "Ich freue mich, dass es das Projekt Hafenquartier geschafft hat, in die Liste der nationalen Projekte des Städtebaus aufgenommen zu werden. Mit dem neuen Hafenquartier und der geplanten Straßenverbindung in die Innenstadt, wird Cottbus um eine Attraktion reicher. Davon profitieren die Bürgerinnen und Bürger und die Gäste der Stadt gleichermaßen. Das Projekt unterstützt die zukunftsfähige Entwicklung des Cottbuser Ostsees nach dem Ende des Tagebaus."

Mehrere Uferabschnitte des künftigen Cottbuser Ostsees werden neu bebaut. Zwischen den Ortsteilen Dissenchen und Merzdorf ist ein neues Stadt-Quartier geplant. Unter anderem sollen sich hier Sport- und Freizeitangebote sowie Übernachtungs- und gastronomische Betriebe ansiedeln können. Vorgesehen ist aber auch der Bau von Wohnungen. Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land 2000-2010 wurde 2006 als erstes sichtbares Zeichen, der Aussichtsturm Merzdorf im Nordteil des künftigen Hafenquartiers errichtet. Der Cottbuser Ostsee ist Teil der Bergbaufolgelandschaft, die im Zuge der Rekultivierung des ausgekohlten Braunkohlentagebaus Cottbus-Nord entsteht.

Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg