Sulfatbelastung der Spree: Arbeitsbericht liegt vor

Sulfatbelastung der Spree

Wirtschaftsministerium legt Kabinett Arbeitsbericht der Länder Berlin und Brandenburg zur Sulfatbelastung vor

Neues Prognosemodell soll Anfang 2017 vorliegen

Die Sulfatbelastung der Spree hat sich in den zurückliegenden Jahren zwar verringert, aber an dem Problem muss weiter gearbeitet werden. Das ist das Fazit des Berichts über die Sulfatgespräche der Länder Berlin und Brandenburg, den Wirtschaftsminister Albrecht Gerber dem Kabinett vorgelegt hat. Parallel unterrichtete auch die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den Senat über den Bericht.

Gerber zufolge konnten die Sulfateinträge im Vorjahr um 17.200 Tonnen gegenüber 2014 verringert werden. Das entspreche einer Reduzierung um 14 Prozent. Für dieses Jahr werde eine Sulfatentlastung von weiteren 8.600 Tonnen angestrebt. Gerber nannte als Ziel, bis 2017 eine Reduzierung der Sulfateinträge von bis zu 30 Prozent gegenüber 2014 zu erreichen. Zentrale Stellschraube zur Verbesserung der Sulfatkonzentrationen bleibt laut Bericht die Steuerung der Wassermengen über die Flutungszentrale Lausitz.

Einigkeit besteht darüber, dass nur mit einem länderübergreifenden Ansatz unter Einschluss Sachsens langfristige Strategien entwickelt werden können, um die Spreewasserqualität zu verbessern. Vor diesem Hintergrund hatten sich die Staatssekretäre gemeinsam mit bergbauverantwortlichen Unternehmen aus der Lausitz sowie den betroffenen Trinkwasserversorgern seit Sommer 2015 zu vier Arbeitsgesprächen getroffen, um über den zukünftigen Umgang mit den Stoffbelastungen zu beraten.

Der Fokus liegt dabei auf Prognosen, um die Folgen der Stoffeinträge vorherzusagen. Ziel ist, die künftige Entwicklung der Sulfatkonzentrationen besser abschätzen zu können. In einem ersten Schritt wurde hierzu ein Gutachten erstellt, um Anfang 2017 über ein neues Prognosemodell verfügen zu können.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE)