Lausitz: Schweden stimmt Vattenfall-Verkauf zu

Schweden stimmt Vattenfall-Verkauf zu

Schwedens Regierung stimmt Verkauf der Lausitzer Braunkohlesparte an tschechische EPH zu

Dulig: "Menschen in der Lausitz haben jetzt Sicherheit"

Martin Dulig, Wirtschafts- und Energieminister im Freistaat Sachsen begrüßt den heutigen Entschluss der schwedischen Regierung, dem Verkauf der Braunkohlesparte von Vattenfall in der Lausitz an den tschechischen Energiekonzern EPH zuzustimmen.

"Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in der Lausitz haben nun endlich Planungssicherheit, wie es bei Ihnen in der Region weitergehen wird und dass ihre Arbeitsplätze in der Braunkohle-Industrie vorerst erhalten bleiben. Die Zeit der Unsicherheit in Bezug auf den neuen Eigentümer für die Lausitz ist damit endlich vorbei", so Dulig. Mit der tschechischen EPH übernimmt ein in der Energiebranche und speziell in der ostdeutschen Braunkohle erfahrenes Unternehmen (MIBRAG) die Geschäfte.

Die 8.000 direkt in der Braunkohleindustrie im Lausitzer Revier Beschäftigten sowie tausende Menschen in den Zuliefer- und Dienstleistungsfirmen in der sächsischen und brandenburgischen Lausitz können nun auf kalkulierbare Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft hoffen. Die sächsische Landesregierung erwartet, "dass EPH ein verlässlicher Partner für die Landesregierung und für die Region" sei. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr wird mit EPH weitere Gespräche führen, um wichtige Detailfragen zu klären.

EPH kann nun auf der Grundlage aller bestehenden Vereinbarungen, Zulassungen und Genehmigungen die Geschäftstätigkeit der einstigen Vattenfall-Braunkohle-Sparte unverändert fortsetzen. Das betrifft auch und vor allem sämtliche Pflichten und Auflagen zur Wiedernutzbarmachung der vom Tagebau betroffenen Flächen. Minister Martin Dulig: "Unsere Erwartung ist, dass der neue Eigentümer, mit seinem langfristigen Interesse an der Förderung und Nutzung der Lausitzer Braunkohle, sich auch verantwortungsvoll in der und für die Region engagiert. Dies gilt insbesondere für das Eintreten in die Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft des Unternehmens."

Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Die heimische Braunkohle wird auf absehbare Zeit als Brückentechnologie weiter benötigt werden, um die Energieversorgung sicher zu stellen, wenn wir nicht von Energie aus dem Ausland abhängig werden wollen. Solange es technisch noch nicht möglich ist, regenerative Energien, deren Aufbau wir eindeutig unterstützen, in ausreichender Menge schnell und effektiv zu speichern und zu transportieren, sind wir auf konventionelle Energieformen angewiesen. Fakt ist aber: Erneuerbare Energien sind die Energien des 21. Jahrhunderts - die Braunkohle ist die Brücke dahin."

Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr