Talsperre Spremberg: Bauarbeiten werden fortgesetzt

Bauarbeiten Talsperre Spremberg gehen weiter

Baustart für Reparaturarbeiten am Parallelgraben Ost Talsperre Spremberg

Spremberg - Heute starten die Reparaturarbeiten an der Störstelle am Parallelgraben Ost der Talsperre Spremberg. Dort waren im Februar im Rahmen der regelmäßigen Inspektion ein Wasseraustritt sowie Sedimentausspülungen festgestellt worden. Die Gutachten zur Ermittlung der Ursache gehen davon aus, dass ein als Filter seitlich der Böschung eingebautes Geotextil durch Feinstpartikel im Strömungsweg des Grund- und Sickerwassers zugesetzt wurde. Bis Ende Juli soll nun das bisherige Filtermaterial auf einer Länge von etwa sieben Metern komplett ausgebaut und durch neue Materialien ersetzt werden.

Um den Druck auf die Grabenböschung nicht zu erhöhen, wurde der Wasserstand im Staubecken der Talsperre seit Februar überwiegend auf der Winterstauhöhe von 91,50 Metern über NN gehalten. Dabei soll es bis Ende der Bauarbeiten auch bleiben. Die touristische Nutzung des Staubeckenareals ist somit weiterhin möglich.

Erforderlich hingegen ist die Absenkung des Grundwasserspiegels im Bereich der Störstelle. Ziel ist, den Grundwasserstand etwa einen Meter unter der Grabensohle zu halten, damit die Baumaßnahme im Trockenen stattfinden kann. Dies erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, da gerade in diesem Bereich der Andrang von Grund- und Sickerwasser besonders hoch ist. Wenn der Grundwasserstand abgesenkt wurde, kann die Grabenböschung zum Austausch des Filtermaterials seitlich geöffnet werden.

Die mit den Reparaturarbeiten beauftragte Firma sowie die Experten des Landesamts für Umwelt werden beim Ausbau des bisherigen Filtermaterials besondere Aufmerksamkeit auf die inzwischen eingetretenen Veränderungen des Filtermaterials und des Geotextils richten. Auf Basis der dabei gewonnenen Erkenntnissen wird später entschieden, ob und welche weiteren Maßnahmen zukünftig erforderlich sind.

In Abhängigkeit vom Wasserangebot kann der Stauspiegel in der Talsperre nach Ende der Bauarbeiten wieder auf den Betriebswasserstand von 92 Metern über NN angehoben werden.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg