Verbraucherzentrale warnt vor Pay Online24 AG

Verbraucherzentrale warnt vor Pay Online24 AG

Neue Phishing-Masche der Pay Online24 AG: "Ab in den elektronischen Papierkorb"

Derzeit erhalten viele Brandenburger Zahlungsaufforderungen von einer "Pay Online24 AG" per E-Mail. Im Anhang der Mail befindet sich eine Zip-Datei, in der sich wahrscheinlich Schadsoftware befindet. Neu ist, dass im Gegensatz zu den meisten Phishing-Maschen im Anschreiben die tatsächlichen Adressdaten der Verbraucher genannt werden. Das lässt das Schreiben seriöser wirken. Betroffene sollten sich nicht verunsichern lassen und den Anhang keinesfalls öffnen, rät die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB).

In der E-Mail der Pay Online24 AG werden Verbraucher aufgefordert, einen aus der E-Mail nicht ersichtlichen Geldbetrag plus rund 50 Euro Kosten für die angebliche Beauftragung der Firma zu überweisen. Für eine vollständige Kostenaufstellung wird auf den Anhang der E-Mail verwiesen, in dem sich eine Zip-Datei befindet.

Diese Masche ist der VZB zwar bereits bekannt, neu ist aber, dass in der E-Mail die tatsächlichen Adressdaten des Verbrauchers teilweise inklusive Telefonnummer genannt sind. "Wie die Betrüger an die Adressen der Verbraucher gekommen sind, ist bisher nicht bekannt", so Michèle Scherer Expertin für Digitales bei der VZB. "Betroffene sollten sich aber auch davon nicht verunsichern lassen. Die Datei im Anhang transportiert mutmaßlich Schadsoftware und infiziert damit den Computer, wenn sie entpackt wird. Daher gibt es nur eine Antwort auf solche E-Mails: Ab in den elektronischen Papierkorb damit und diesen anschließend unwiderruflich leeren!", so die Verbraucherschützerin.

Dass es sich dabei nicht um eine echte Zahlungsaufforderung handelt, sondern vielmehr um SPAM, erkennt man häufig bereits an der unseriösen E-Mail-Adresse des Absenders. Auch hatten die betroffenen Verbraucher bisher nie Kontakt mit dem Unternehmen. Zudem wird bei der Pay Online24 AG zum Beispiel im Betreff und im Text jeweils auf eine unterschiedliche Vorgangsnummer verwiesen, und es werden keinerlei Kontaktdaten genannt. Weitere Anhaltspunkte, wie man unseriöse E-Mails erkennt, hat die VZB hier zusammengestellt: www.vzb.de/gefaehrliche-e-mail-anhaenge

"Grundsätzlich gilt immer: Gegen Phishing-Attacken hilft neben Umsicht eine stets aktuell gehaltene Anti-Viren-Software, außerdem sollte man seine Festplatte regelmäßig extern sichern", so die Expertin. Zudem können auch Internetnutzer dazu beitragen, dass Betrüger nicht an echte Adressdaten kommen. "Zwar ist niemand 100prozentig dagegen geschützt, dass seine persönlichen Daten in die falschen Hände geraten. Aber man kann vorsorgen, indem man möglichst sorgsam mit seinen Daten umgeht und sie nur sehr sparsam an Dritte weitergibt", sagt Scherer.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.