Brandenburger Saatgutpreis geht nach Großräschen

Brandenburger Saatgutpreis geht nach Großräschen

Agrargenossenschaft Großräschen e.G. ausgezeichneter Saatbaubetrieb des Landes Brandenburg

Im Rahmen des Festakts "80 Jahre agronomische Forschung und Lehre in Thyrow" hat Brandenburgs Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde heute die Saatgutpreise des Landes an GbR Fürstenau/Kerwitz und die Agrargenossenschaft Großräschen übergeben. Beide Unternehmen konnten sich im 16. Wettbewerb um den Titel "Ausgezeichneter Saatbaubetrieb des Landes Brandenburg" durchsetzen.

"Von der Bereitstellung regional angepasster Saatkulturen tragen die 230 Vermehrungsbetriebe in unserem Land wesentlich dazu bei, dass unsere Betriebe gute Ernten einfahren können", so die Agrarstaatssekretärin: "Gerade im Vermehrungsanbau ist eine hohe fachliche Qualifikation gefragt. Auch deshalb wird dieser Bereich immer wieder als Hohe Schule des Ackerbaus gewürdigt. Mit Blick auf die klimatischen Veränderungen in unserer Region kommt der Auswahl und dem Einsatz des richtigen Saatguts auch eine immense strategische Bedeutung zu. Umso mehr wollen wir mit diesem Wettbewerb auf die ausgezeichnete Arbeit der Vermehrungsbetriebe unseres Landes aufmerksam machen."

Das Brandenburger Agrarministerium vergibt die Auszeichnung in Abstimmung mit dem LELF (Saatenanerkennungsstelle), dem Märkischen Saatgutverband Brandenburg und dem Landesbauernverband Brandenburg.

Mehr als 40 Betriebe wurden in diesen 16 Jahren ausgezeichnet, einige davon bereits zum wiederholten Male.

Auch die in diesem Jahr ausgezeichneten Betriebe stehen beispielhaft für die Arbeit der knapp 230 Vermehrer des Landes. Seit Jahrzehnten liefern sie konstant qualitativ hochwertiges Saatgut, das den anderen Landwirtschaftsbetrieben in einheitlichen Partien zur Verfügung steht. Dabei waren die Bedingungen in diesem Jahr nicht einfach: Die Saatgutlager sind voll, die Preise niedrig und der Regen kam auf vielen Flächen zu spät.

Aktuell beträgt die Vermehrungsfläche in Brandenburg rund 13.884 Hektar. Damit bleibt die Vermehrungsfläche im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant. Das Gros ist hier die Bereitstellung von Getreidesaaten mit 7.208 Hektar (2015: 6.907 Hektar). Es folgen Gräser mit 2.944 Hektar (2015: 3.115 Hektar), Leguminosen mit etwa 1.900 Hektar (2015: 2.107 Hektar), Kartoffeln mit 550 Hektar (2015: 575 Hektar)

Preisträger 2016

Als Anerkennung für ihr besonderes Engagement im Saatbau wird folgenden Betrieben der Titel "Ausgezeichneter Saatbaubetrieb des Landes Brandenburg 2016" verliehen:

GbR Fürstenau/Kerwitz
Warther Straße 4a
17268 Boitzenburger Land

Die Uckermärker engagieren sich seit 15 Jahren im Vermehrungsanbau. Auf 1.000 Hektar Ackerland erfolgt die Vermehrung von Getreide, Gräsern und Leguminosen, Hauptkulturen sind Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen und Triticale. Die GbR ist Mitglied der Unternehmervereinigung Uckermark.e.V., die sich für die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises Uckermark einsetzt.

Agrargenossenschaft Großräschen e.G.
Friedensstraße 11
01983 Großräschen

Großräschen ist seit 18 Jahren Standort für den Vermehrungsanbau. 1.596 Hektar Ackerland dienen der Vermehrung von Getreide (Winterroggen, Triticale), Gräsern (Schwingelarten) und Leguminosen (Futtererbsen, Blaue Lupinen). 40 Prozent der Flächen des Betriebs liegen auf Rekultivierungsflächen mit niedrigem Ertragsniveau. Unter diesen Bedingungen Vermehrungsanbau zu betreiben und das mit konstant hervorragenden Ergebnissen ist eine besondere Herausforderung.

Für den Eingangsbereich ihres Betriebs erhalten die Landwirte ein Ehrenschild als äußeres Zeichen für besondere Leistungen bei der Saatguterzeugung.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg